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Der Eckige muss ins Runde

Im Zweifel gegen den Fussball: Der junge Luzerner Fussballprofi Lior Etter hat seine Karriere beendet – aus Gründen der Kultur.

Es war einer jener Abende, da die Fussballspieler der U-21 nicht zusammengerufen wurden, um zu trainieren, sondern um sich etwas besser kennen zu lernen. Der Trainer bat die jungen Fussballer des FC Luzern, auf ein Plakat zu schreiben, was ihnen wichtig sei. «Fussball» schrieben sie ganz oben hin, «Playstation» oder «Pizza essen». Ja, der Trainer wusste, wie man Teambildung macht. Nur nicht, dass dabei manchmal auch einer verloren geht.

Denn als nun einer nach dem anderen nach vorne trat, um sein Plakat zu zeigen, und als sich eins ums andere glich, da dämmerte es Lior Etter, dass seine Liste gleich ziemlich auffallen würde. «Fotografie», «Film», «Architektur» und «Meine Brüder» stand da, nachdem Etter beschlossen hatte, ehrlich zu sein. «Spannend», meinte der Trainer. «Warum steht da nichts von Fussball?»

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