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«Das ist eine Chance für das Museum»

Roger Fayet leitet seit 2010 das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft und lehrt an der Universität Zürich.

Das Kunsthaus Zürich hat Anfang Jahr einen Tizian erworben, dessen Echtheit angezweifelt wird. Das Museum hat sich auf die Echtheitszertifikate des Verkäufers gestützt. Müsste es nicht zwingend eigene Nachforschungen machen?

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Was kosten eigentlich solche Expertisen? Gibt es da einen Standardpreis, der transparent und für jedermann einsehbar ist, oder bemessen sich diese Expertisen am Wert des zu schätzenden Gemäldes?

Einerseits gibt das Museum der Kritik recht und ändert die Etikette des Bildes von «Tizian» auf «Tizian zugeschrieben». Andererseits wehrt es jede Kritik ab, indem es zwischen «echt» und «zugeschrieben» keinen Unterschied machen will. Ist «zugeschrieben» denn gleich wie «echt»?

«‹Tizian zugeschrieben› bedeutet, dass die besagte Autorschaft sowohl von der Wissenschaft als auch vom Kunstmarkt als zweifelhaft angesehen wird.»

Wie müsste Ihrer Ansicht nach das Museum reagieren, wenn die Echtheit eines Werkes infrage gestellt wird?