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Bilder präsentiert – aber keine Transparenz

Seit mehr als zwei Jahren wussten die Behörden von dem riesigen Münchner Kunstfund. Etwaige Erben der ursprünglichen Besitzer kontaktierte man nicht – und auch jetzt verhält man sich defensiv.

Befindet sich auf der im Internet veröffentlichten Liste: Das «Kind am Tisch» von Otto Griebels.
Befindet sich auf der im Internet veröffentlichten Liste: Das «Kind am Tisch» von Otto Griebels.
Keystone
Grosser Fund: Das bis anhin unbekannte Selbstporträt von Otto Dix wird an der Pressekonferenz den Medien präsentiert.
Grosser Fund: Das bis anhin unbekannte Selbstporträt von Otto Dix wird an der Pressekonferenz den Medien präsentiert.
Christoph Stache, AFP
...sowie von Marc Chagall lagerten neben Müll in der Wohnung von Cornelius Gurlitt.
...sowie von Marc Chagall lagerten neben Müll in der Wohnung von Cornelius Gurlitt.
Keystone
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Nun herrscht Gewissheit über den Umfang der Sammlung, die in der Wohnung des Kunsthändlersohns Cornelius Gurlitt gefunden wurde. Die Behörden haben 1406 Werke beschlagnahmt. Im Vorfeld der heutigen Medienkonferenz zum Münchner Kunstfund wurde spekuliert, woher Gurlitts Vater die Kunstwerke hatte.

Während entartete Kunst meistens aus staatlichem Besitz stammt, also legal erstanden wurde, ist die sogenannte Raubkunst den jüdischen Besitzern oft unter Druck abgenommen worden. Eine eingesetzte Kunstexpertin bestätigte heute, dass ein Grossteil des Fundes aus den Beständen der entarteten Kunst stammt. Ob weiter auch Kunstwerke darunter sind, die den jüdischen Besitzern verfolgungsbedingt entzogen wurden, wird nun abgeklärt.

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