Eine geballte Ladung Kunst

Die Art Basel hat am Dienstag ihre Tore geöffnet. Zumindest für die Wichtigsten der Wichtigsten. Wir haben uns reingeschlichen – und weder Weltstars noch Geschlechtsteile gesehen. Nun, fast keine.

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Ein Besuch der Art Basel ist wie der Schuss mit einer Schrotflinte – mitten ins Gesicht. Statt Bleikugeln fliegen einem allerdings Formen und Farben um die Ohren. Gemeint sind hier nicht nur die Werke der über 4000 gezeigten Künstler, sondern auch die Outfits der Besucher.

Wir haben und am Dienstag unter die «First Choice»-Besucher gemischt – die sind noch wichtiger als die herkömmlichen VIPs – und dabei die über 30'000 Quadratmeter grosse, weltweit wichtigste Kunstschau durchkämmt auf der Suche nach spektakulärer Kunst und prominenten Gesichtern. Die letzgenannte Mission ist gnadenlos gescheitert: Weder ein Leonardo Di Caprio (wie 2013) noch ein Brad Pitt (2009), eine Naomi Campbell oder wenigstens ein aufgedunsener Val Kilmer (2010) haben sich sehen lassen. Kate Moss war zwar da – aber nur als Grossleinwand in der Galerie Marlborough Fine Arts.

Nackt-Performance als Ausnahme

Die einzigen bekannten Gesichter kamen aus der Schweiz. Und zwar die, die man schon das ganze Jahr durch sieht. TV-Moderatoren, Ex-Bundesrätinnen und so weiter. Auch in Sachen Sex scheinen sich die Galerien dieses Jahr zurückzuhalten. Explizites gibts jedenfalls seltener zu sehen als auch schon. Eine der wenigen Ausnahmen macht die deutsche Galerie PSM. Sie zeigt eine Performance von Christian Falsnaes, bei der die (Re)Akteure über Kopfhörer Anweisungen erhalten und letztlich ohne Kleider dastehen, beziehungsweise liegen.

Keine Stars, kein Sex. Ein Erfolg war die Foto-Safari dennoch – wir konnten uns dafür umso besser auf die in dargebotene Kunst-Flut konzentrieren. Zumindest bis auch wir die geballte Ladung an Farben und Formen nicht mehr schlucken konnten. Die Quintessenz unseres Streifzuges durch die Stände der über 230 weltbesten Galerien gibts in der obenstehenden Bildstrecke. Wir wünschen viel Spass mit fliegenden Eisbären, kauernden Knaben und komischen (Motor)Rädern. An der diesjährigen Art Basel ist – zumindest beim Auftakt – die Kunst ist der Star.

baz.ch/Newsnet

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