Brenn, Geld, brenn!

Der Schweizer Andreas Heusser sammelt für ein Museum. Eine der Spenden soll vernichtet werden. Was Künstler sonst noch so mit Geld machten.

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Simon Knopf@SimonKnopf

4 + 3 = 144 – diese Rechnung ging vor rund einem Monat im Auktionshaus Christie's in New York auf. Bei einer Versteigerung erzielten die Warhol-Klassiker «Four Marlons» und «Triple Elvis» einen Erlös von umgerechnet 144 Millionen Schweizer Franken. Der Verkauf trat einmal mehr eine Diskussion über Kunst als Spekulationsobjekt los.

Seit Unsummen in den Kunstmarkt strömen, befassen sich auch Künstlerinnen und Künstler mit der Entwicklung, so die Autorin und Kuratorin Porischka Dossi. In ihrem Buch «Hype! – Kunst und Geld» schreibt sie: «Immer wenn das Geld in der Kunst überhandnimmt, fangen Künstler an, Geld zum Thema ihrer Kunstwerke zu machen.»

So auch die Gruppe um das Projekt «No Show Museum». Das Team um den Schweizer Künstler und Kurator Andreas Heusser sammelt über Crowdfunding bis Ende Jahr Geld für ein virtuelles Museum. Darin werden Werke zu sehen sein, die sich mit der Darstellung des Nichts befassen. Eine Spende von 600 Franken soll passend zum Thema vollständig vernichtet werden.

Sehen Sie in unserer Bildstrecke, wer sonst noch Geld verbrannte oder schredderte und welche Künstler sich anderweitig damit befassten.

baz.ch/Newsnet

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