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Stelldichein in der Tonhalle

Am Freitagabend sind die Zürcher Festspiele 2010 eröffnet worden. Es gab kurze Reden, ein langes Konzert, einen Preis und viel Beifall.

Auch wenn die Zürcher Festspiele bezüglich Glamour oder Internationalität nicht mit denjenigen von Salzburg oder Edinburgh mithalten können, fand sich zum Eröffnungsapéro im Foyer der Zürcher Tonhalle doch einige lokale Prominenz ein: von der hiesigen Gemeindeparlamentarierin bis hin zum Bundesrat. Unerkannt unter den Gästen weilte György Kurtág, Jahrgang 1926, der ungarische Komponist, der für sein Schaffen mit dem mit 50'000 Franken dotierten diesjährigen Festspielpreis ausgezeichnet wird.

Ihn bekam man erst zu Gesicht, als er nach der Aufführung von zwei seiner Werke durch die Sopranistin Juliane Banse und das Collegium Novum sowie den Schweizer Kammerchor und das Tonhalleorchester das Konzertpodium erklomm, um den Applaus entgegenzunehmen. Die Übergabe des Festspielpreises wird am Sonntag an einer Matinee erfolgen.

Wohltuend kurz hielten die beiden Redner ihre Ansprachen. Festspielpräsident Peter Weibel betonte die kulturelle und künstlerische Vielfalt Zürichs, die sich auch in den Festspielen niederschlage. Er dankte den Künstlern, die mit ihren Werken «die Türen zu Gefühlswelten, eigenen und fremden, öffnen».

Mauch-Rede über den Wandel

Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch wies auf den steten Wandel und die Veränderung hin, die das Herz der Kultur schlagen lassen. Pragmatisch nutzte sie die Gelegenheit, auf diverse Veränderungen im zürcherischen Kulturleben hinzuweisen: So übernimmt Sir Roger Norrington die Nachfolge von Muhai Tang beim Zürcher Kammerorchester.

Jens Schubbe und Thomas Demenga werden als künstlerische Leiter beim Collegium respektive bei der Camerata einsteigen. Ebenso erwähnte sie Jean-Pierre Hoby, der den Stab als städtischer Kulturchef per August an Peter Haerle weitergeben wird.

Schliesslich wand sie Regierungsrat Markus Notter, der ebenfalls seinen Rücktritt angekündigt hat, ein Kränzchen für dessen langjährigen Einsatz für die Kultur. Auch wenn sich durch derartige Veränderungen in die Freude aufs Neue auch die Wehmut des Abschieds mische, sagte sie, sei der stete Wandel doch ein Zeichen einer sich erneuernden Kultur und eines lebendigen Kulturbetriebs.

SDA/raa

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