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Komponist Mauricio Kagel gestorben

Der deutsch-argentinische Komponist Mauricio Kagel ist in der Nacht zum Donnerstag in Köln gestorben.

Der 76-Jährige erlag einer längeren Krankheit, wie der Musikverlag C.F. Peters in Frankfurt am Main mitteilte. Kagel galt als einer der profiliertesten Komponisten der zeitgenössischen Musik. Er schuf Bühnen-, Orchester- und Kammermusikwerke, arbeitete für Filme und Hörspiele und experimentierte dabei mit vielfältigen Ausdrucksformen.

Kagel wurde am 24. Dezember 1931 in Buenos Aires in eine jüdischen Familie mit deutsch-russischen Wurzeln geboren. Er wuchs in Südamerika auf und machte sich bereits bis Mitte der 50er-Jahre in seiner Heimat einen Namen als hoch begabter Komponist.

1957 kam er als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes nach Köln, das damals als Hochburg der Musikavantgarde galt. Er arbeitete unter anderem an den Studios für elektronische Musik des Westdeutschen Rundfunks Köln. 1975 erhielt er eine Professur für Neues Musiktheater an der Kölner Musikhochschule.

Kagel genoss grosse Anerkennung, wurde aber nicht populär. Seine Stücke wurden nach der Uraufführung selten nachgespielt und viele nie auf Tonträger aufgenommen.

AP/rb

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