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Auf der Schlagrahmwolke

Elektrisierende Chöre, erlesene Solisten, orchestrales Feuerwerk: So präsentiert sich Händels selten gespielte Oper «Semele» am Stadttheater Bern. Bloss auf die Inszenierung könnte man stellenweise verzichten.

Ihr märchenhafter Aufstieg in den Götterhimmel ist ein Fressen für den Boulevard: Hélène Le Corre als Semele, die Geliebte Jupiters. (zvg)
Ihr märchenhafter Aufstieg in den Götterhimmel ist ein Fressen für den Boulevard: Hélène Le Corre als Semele, die Geliebte Jupiters. (zvg)

Beim Jupiter! Wie das rauscht, wie das stürmt. Bereits die ersten Takte, die das Berner Symphonieorchester unter der Leitung des Griechen George Petrou schwungvoll aussetzt, bringen das Stadttheater Bern ins Vibrieren. Kräftig und präzis klingt das Spiel, agil und affektgeladen bis in die Fasern der Continuo-Gruppe mit Cembalo (Markellos Chryssicopoulos), Theorbe (Julian Behr) und Cello (Peter Hauser). Dieser Dirigent, der hier sein Debüt gibt, erweist sich als Glücksfall für einen Abend, der inszenierungstechnisch eher zwiespältige Gefühle hinterlässt.

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