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«Wie eine Verlängerung des Nationalfeiertags»

Bundesrat Didier Burkhalter hat das Filmfestival Locarno eröffnet. Als Eröffnungsfilm stand der Sci-Fi-Streifen «Super 8» von J.J. Abrams auf dem Programm.

Gab den Startschuss für das Festival: Kulturminister Didier Burkhalter.
Gab den Startschuss für das Festival: Kulturminister Didier Burkhalter.
Keystone
Winkt den Festival-Besuchern zu: Bundesrat Didier Burkhalter.
Winkt den Festival-Besuchern zu: Bundesrat Didier Burkhalter.
Keystone
Gebannte Blicke auf die Leinwand: Zuschauer auf der Piazza Grande.
Gebannte Blicke auf die Leinwand: Zuschauer auf der Piazza Grande.
Keystone
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Mit einem aussergewöhlich grossen Staraufgebot hat das Filmfestival Locarno dieses Jahr im Vorfeld noch mehr von sich reden gemacht als bei früheren Ausgaben schon. Heute Abend hat Bundesrat Didier Burkhalter den grössten Kulturanlass der Schweiz eröffnet.

Das Festival erscheine wie eine Verlängerung des Nationalfeiertags, sagte der Kulturminister. Werte wie Offenheit und Freiheit, die am 1. August gefeiert würden, prägten auch das Festival del film. Burkhalter würdigte den Anlass als «kulturellen Leuchtturm» und versprach die anhaltende Unterstützung der Eidgenossenschaft. Das Festival im Tessin zeigt bis am 13. August fast 300 Filme, rund 150'000 Zuschauerinnen und Zuschauer werden auf der Piazza Grande und in den Kinosälen erwartet. Als Eröffnungsfilm wurde der Sci-Fi-Streifen «Super 8» von J.J. Abrams gezeigt, der bereits am Donnerstag regulär in die Deutschschweizer Kinos kommt.

Hollywood im Haus

Präsentiert wurden am Mittwochabend auch die offiziellen Wettbewerbsjurys. Der portugiesische Produzent Paulo Branco, der neben zahlreichen anderen Filmen «Dans la ville blanche» (1983) von Alain Tanner produziert hat, präsidiert die Hauptjury, diejenige des Concorso internazionale. Zu den Juroren über die rund 20 Spiel- und Dokumentarfilme des Wettbewerbs zählen unter anderem die Schweizer Regisseurin Bettina Oberli («Die Herbstzeitlosen») sowie der 28-jährige französische Schauspieler Louis Garrel («The Dreamers»).

Als Gäste aus Hollywood werden am Samstag, 6. August, Daniel Craig und Harrison Ford zur Europapremiere des Streifens «Cowboys & Aliens» im Tessin erwartet. Auch europäische Stars reisen in grosser Zahl an: Isabelle Huppert, Claudia Cardinale und Bruno Ganz ebenso wie Vertreter der jüngeren Generation, etwa Daniel Brühl.

Um den Goldenen Leoparden bewerben sich unter anderem der US- Amerikaner Mike Cahill mit dem Sci-Fi-Film «Another Earth», die Französin Mia Hansen-Love mit der Liebesgeschichte «Un Amour de Jeunesse» und der Rumäne Adrian Sitaru mit dem Drama «Best Intentions».

Schweizer im Wettbewerb

Mit Fernand Melgars «Vol spécial», einem Film über die Ausschaffungspraxis des Bundes, nimmt erstmals ein Schweizer Dokfilm am Hauptwettbewerb teil. Weltpremiere ist am Samstag. Auch ein Schweizer Spielfilm ist im Hauptwettbewerb vertreten: «Mangrove» von Frédéric Choffat und Julie Gilbert. Die Geschichte handelt von einer jungen Frau, die an den Ort im Süden Mexikos zurückkehrt, an dem ihr Geliebter auf brutale Weise zu Tode kam.

«Abrir puertas y ventanas» von Milagros Mumenthaler, eine argentinisch-schweizerisch-niederländische Koproduktion, erzählt von drei Schwestern in Buenos Aires, die sich nach dem Tod ihrer Grossmutter neu im Leben orientieren müssen. Der US-Regisseur Abel Ferrara (»Bad Lieutenant») erhält am Freitag, 5. August, den Ehrenleoparden. Die Retrospektive ist Vincente Minelli (1903-1986) gewidmet, dessen Gesamtwerk in Locarno gezeigt wird.

SDA/phz

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