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Warum Lena jetzt eine Schildkröte ist

Die Stimmen in Animationsfilmen werden oft von Prominenten übernommen. Nun auch von Lena. Weshalb kann dieser Job kein ausgebildeter Sprecher verrichten?

Lena ist jetzt auch eine Schildkröte. In dem Film «Sammys Abenteuer - Die Suche nach der geheimen Passage» erlebt sie als Schildkröte Shelly Unterwasser-Abenteuer mit ihren Freunden Sammy (gesprochen von Schauspieler Matthias Schweighöfer), Ray (Komödiant Axel Stein) und dem gutmütigen Kraken Slim (Musiker Achim Reichel). «Zu sprechen wie eine kleine süsse Schildkröte hat mir wahnsinnig viel Spass gemacht», sagte die 19-Jährige.

Song-Contest-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut hat keine Schauspiel – oder Sprecherausbildung. Als Prominente, die ihre Stimme einem Animationsfilm leiht, ist sie aber in bester Gesellschaft. In Amerika gibt es kaum einen bekannten Schauspieler, der noch nie als animierte Kreatur zu hören war. Tom Hanks («Toy Story»), Eddie Murphy («Shrek») oder Cameron Diaz («Shrek») sind bloss einige darunter.

Unerkennbare Prominenten-Stimmen

Wieso braucht ein animierter Film eine berühmte Stimme? Setzen die Produzenten auf den Wiedererkennungseffekt? Kaum. Ohne ein Gesicht dürfte die grosse Mehrheit der Zuschauer nicht realisieren, zu wem eine Stimme gehört. Dass die Stars begnadete Sprecher sind, darf ebenfalls bezweifelt werden. Immerhin gibt es vor allem in Amerika haufenweise ausgebildete Stimmen-Schauspieler, so genannte Voice Actors, die eine Cameron Diaz jederzeit an die Wand reden können.

Vielmehr stehen ökonomische Gründe im Vordergrund. Zwar verlangen Stars auch für Stimmen-Rollen horrende Gagen (Cameron Diaz bekam für ihre Rolle in Shrek 10 Millionen Dollar). Doch weil die Film-Figuren nicht in der Lage sind, die Werbetrommel zu rühren, ist man auf Stars angewiesen, die dem Film für Marketingzwecke ein Gesicht leihen. Will heissen: Sie sitzen in Talkshows, geben Interviews und schwärmen, wie toll die Arbeit vor dem Mikrofon war.

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