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Wandern ist gefährlich, Liebe ist gefährlicher

Das Schnitzen eines Cervelat-Spiesses kündigt an, dass aus dem Ausflug ein Albtraum wird. Ein Kurzfilm von Michael Krummenacher.

Ein Ausflug mit verheerendem Ausgang: «Wenn alle da sind» von Michael Krummenacher. Film: Passanten Filmproduktion, München.

Wandern ist gefährlich! Jährlich kommt es in der Schweiz zu Tausenden von Unfällen. Viele Wanderer ignorieren Gefahren und überschätzen sich, obwohl sie informiert werden. Wer aber wird vor der Liebe gewarnt? Wie wird man über die Liebe informiert? Es ist ein Spiel mit unüberschaubaren Regeln. Die Protagonisten in «Wenn alle da sind» stürzen sich unbewusst in dieses Spiel, das für alle Beteiligten neu ist.

Bereits im Auto ist die Situation angespannt. Unruhig ahnt die junge Lehrerin, dass sie die Klassenfahrt ohne Kollegin meistern muss. Obwohl sich die Schüler darüber freuen, dass Frau Hofer den Ausflug wegen der Absenz nicht absagt, beginnt die Wanderung eher ruhig als heiter.

Beieinander und distanziert

Zwei Schüler, Alexander und Marcel, sind Kumpels. Sie unterhalten sich über das Knutschen, rennen um die Wette, sie sind Freunde und gleichzeitig Konkurrenten, beieinander und doch distanziert. Als Marcel erfährt, dass Andrea, das neue Mädchen in der Klasse, sich in Alexander verliebt hat, beginnt es in ihm zu brodeln. Seine introvertierte Art lässt ihn aber ruhig bleiben, bloss äusserlich.

Die Klasse grilliert im stillen Wald, kein einziger Vogel ist zu hören, dafür das leise Knistern des Feuers. Marcel schnitzt mit voller Wucht seinen Cervelat-Spiess. Die Sprüche und die Prahlerei von Alexander scheint er nicht mehr leicht ertragen zu können. Seine zunehmende Instabilität lässt ihn einen kurzen Moment die Fassung verlieren. Danach ist nichts mehr so, wie es war.

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