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TV-Kritik: Eveline Widmer-Nyborg

Gestern feierte die dänische Polit-Serie «Borgen» auf SF Premiere. Ein guter Einkauf. Wäre eine solche Produktion auch in der Schweiz möglich?

Mehr Tiefe, mehr Figuren, mehr Spannung. TV-Serien, es ist kein Geheimtipp mehr, sind das bessere Kino. Was mancher nicht weiss: Nicht nur die Amerikaner sind in der Langstreckendisziplin top. Das dänische Fernsehen etwa brillierte schon vor 20 Jahren mit Lars von Triers «Geister». Nach der Krimireihe «Lund» hatte man dann mit «Borgen» ein weiteres Highlight im Programm. Gestern war die Serie zum ersten Mal auf SF zu sehen.

«Lund» und «Borgen» haben viel gemeinsam – das bedächtige Tempo, starke weibliche Hauptfiguren und nicht zuletzt die hervorragenden Schauspieler. Allerdings ist «Borgen» kein Krimi, zumindest nicht im klassischen «Who Dunnit»-Sinn. Die Serie, deren Episoden jeweils mit einem Machiavelli-Zitat eingeführt werden, dreht sich um die Politikerin Birgitte Nyborg, die ihre «Moderaten»-Partei in den Wahlsieg geführt hat und überraschend Ministerpräsidentin Dänemarks wird. Worauf ihre Kontrahenten sie auch gleich wieder aus dem Amt bugsieren möchten.

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