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Schellen-Ursli in retro

Der Schellen-Ursli ist aus dem Bilderbuch auferstanden – nicht erst kürzlich, sondern schon vor über 50 Jahren.

Fast jeder kennt den Schellen-Ursli, das Bündner Büblein aus dem Bilderbuch von Selina Chönz und Alois Carigiet, das fast so berühmt ist wie Johanna Spyris Heidi. Für den Kinofilm «Schellen-Ursli» wurde die Figur gerade eben zum Leben erweckt. Allerdings nicht zum ersten Mal, wie der Kurzfilm der Woche aus dem Jahr 1964 zeigt. Darin stapft der Schellen-Ursli im Rekordtempo über Wiesen, Bäche und Schneefelder zu einem Maiensäss hoch, weil dort oben eine riesige Glocke hängt, die er unbedingt am Frühlingsumzug tragen will.

Unterwegs begegnet der Schellen-Ursli so vielen Tieren – Steinböcken, Hirschen, Murmeltieren, einem Reh, einer Kröte und einem Eichhörnchen – dass man sich fast schon in einem Tierfilm wähnt. Der Verantwortliche für Tieraufnahmen wird denn im Vorspann auch gebührend erwähnt, genau wie der Dirigent des Orchesters. Dieser hat fast die gesamten 18 Filmminuten zu tun, denn gesprochen wird im Kurzfilm nicht; schliesslich handelt es sich bei der Vorlage um ein Bilderbuch ohne Dialoge. Dafür kann man sich auf die Naturaufnahmen konzentrieren, die heimelig und modern zugleich wirken – wegen der satten Farben, die aussehen wie einer dieser Farbfilter auf Instagram.

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