Schauspieler Albert Finney gestorben

Für den bissigen Anwalt in «Erin Brockovich» erhielt er eine Oscarnomination. Seinen letzten Auftritt hatte der Brite in «Skyfall». Nun ist Finney 82-jährig gestorben.

Albert Finney schaffte es dank seiner Vielseitigkeit auch ins amerikanische Kino.

Albert Finney schaffte es dank seiner Vielseitigkeit auch ins amerikanische Kino.

(Bild: Keystone)

Der mehrfach für einen Oscar nominierte britische Schauspieler Albert Finney («Erin Brockovich») ist tot. Ein Sprecher seiner Familie erklärte der Nachrichtenagentur PA, der 82-Jährige sei nach kurzer Krankheit friedlich eingeschlafen.

Die Familie bat darum, dass ihre Privatsphäre gewahrt werde. Es sei eine traurige Zeit. 2011 hatte Finney berichtet, er habe eine Krebserkrankung überstanden.

Er galt als einer der vielseitigsten britischen Schauspieler, sowohl auf der Bühne wie im Kino. Mit seiner kräftigen Statur und nicht minder kräftigen Stimme in den 1960er Jahren zu den bekanntesten Charakterdarstellern Grossbritanniens.

Albert Finney, 1936 in Salford geboren, wuchs als Sohn eines Buchmachers auf und spielte in frühen Jahren zahlreiche Shakespeare-Stücke auf Londons Theaterbühnen. Im Kino feierte er den Durchbruch als «angry young man» in «Saturday Night and Sunday Morning» (1960). Ein Jahr später wurde Finney die Hauptrolle im Leinwandepos «Lawrence of Arabia» angeboten, doch er lehnte ab. Die Rolle ging an Peter O’Toole.

Dank seiner Vielseitigkeit schaffte Finney auch den Sprung ins amerikanische Kino. Er spielte unter anderem für die Coen Brothers («Millers Crossing», 1990) und mehrmals für Steven Soderbergh – am prägendsten war wohl seine Rolle des bärbeissigen Anwalts in «Erin Brockovich» (2000), wofür Finney eine von insgesamt fünf Oscarnominationen erhielt. Insgesamt wurde der Brite fünf Mal für einen Academy Award nominiert.

Seinen letzten Auftritt hatte der Brite als Wildhüter im James-Bond-Film «Skyfall» (2012). Jetzt ist Albert Finney im Alter von 82 Jahren gestorben.

Wegbegleiter beschrieben Finney als einen der wenigen Stars, die nicht das Rampenlicht Hollywoods suchten. Er selbst hatte sich eher als schüchtern bezeichnet. Der Schauspieler Rufus Sewell schrieb nach der Todesnachricht auf Twitter über Finney: «Ich hatte das enorme Privileg, schon früh mit ihm zusammenzuarbeiten. Abgesehen davon, dass er ohne Mühen grossartig gewesen ist, war er auch ein grossartiges Beispiel dafür, wie man sich benimmt.»

zas/SDA

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