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Lachen über Hitler

Nächste Woche startet die Hitler-Satire «Er ist wieder da» im Kino. In den vergangenen Jahren sorgten einige Hitler-Satiren für Aufsehen.

Timur Vermes’ Roman «Er ist wieder da» wurde verfilmt. Die Handlung: Adolf Hitler erwacht mitten in Berlin aus einem tiefen Schlaf und spaziert durch die Hauptstadt. Er wundert sich, wie sehr sich sein Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat.

Darf man über einen Massenmörder wie Adolf Hitler lachen? Die Frage wurde und wird immer wieder diskutiert. In den letzten Jahren scheint sich die Haltung durchzusetzen, dass Satire durchaus ein Weg ist, mit dem Unfassbaren umzugehen. Davon zeugen verschiedene Filme, hier eine Auswahl:

«Rubbeldiekatz» (2011): In Detlev Bucks Liebeskomödie wird der erfolglose Schauspieler Alexander Honk (Matthias Schweighöfer) zur Frau, um in einer Hollywood-Produktion zur NS-Zeit die weibliche Hauptrolle zu bekommen. Als arisch-blonde Schönheit wird er bei den Dreharbeiten auch von Hitler-Darsteller Jörg (Max Giermann) begrapscht (Honk/Schweighöfer: «Der Führer hat mich angemacht!»).

«Mein Kampf» (2011): Der Nidwaldner Urs Odermatt verfilmte Hitlers Aufstieg - frei nach George Taboris gleichnamiger Theaterfarce. Darin wird der 1910 in Wien als Kunststudent gescheiterte junge Hitler (Tom Schilling) von dem jüdischen Buchhändler Schlomo Herzl gerettet. Herzl stutzt ihm den Schnauzer zum berühmten Bärtchen und schlägt ihm eine Karriere als Politiker vor. «Mein Kampf» gerät zur traurigen Komödie über den Kampf zwischen Gut und Böse.

«Mein Führer - die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler» (2007): Im Film des Baslers Dani Levy schrumpfen Nazi-Grössen zu Lachnummern: Hitler ist impotent und nah am Wasser gebaut - Hauptdarsteller Helge Schneider zeigt ihn als bemitleidenswerte Karikatur. Die Reaktionen waren gespalten, der Film war nur kurz im Kino zu sehen.

«Neues vom Wixxer» (2007): Die Drehbuchautoren und Comedians Oliver Kalkofe, Oliver Welke und Bastian Pastewka schufen eine schräge Krimi-Persiflage über alte Edgar-Wallace-Filme. An der Seite von Joachim «Blacky» Fuchsberger spielt Christoph Maria Herbst als «Irrenarzt» Alfons Hatler eine Hitler-Persiflage. Mit schnarrender Stimme und ruckartigen Bewegungen zeigt er ihn als debilen und grössenwahnsinnigen Menschen, den niemand ernst nehmen kann.

Unerreicht: Im Klassiker «Der grosse Diktator» persiflierte Charlie Chaplin den Führer schon 1940. Auch in den vergangenen Jahren machten Filme Hitler zur Witzfigur, gleich zwei stammten von Schweizer Regisseuren.

SDA/phz

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