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Kunstfälscher-Komödie aus der Feder der Coen-Brüder

Ein Buch der Coen-Brüder und ein Oscar-Preisträger in der Hauptrolle: Der Film «Gambit» fährt grosse Namen auf – und zeigt vor allem, wie lustig Kunst sein kann.

Der Film von Regisseur Michael Hoffman erzählt die Geschichte des frustrierten Kunstexperten Harry Deane, der auch einmal ein Stück abhaben will vom grossen Kuchen des Kunstgeschäftes. Immer korrekt, immer brav betrachtet er seinen ungehobelten und schwerreichen Chef Lionel Shahbandar mit einer Mischung aus Neid und Abscheu.

Und die führt zu einem ausgeklügelten Plan: Er engagiert den Kunstfälscher Major Wingate (Tom Courtenay), um einen Monet zu fälschen. Den will er dann seinem Boss unterjubeln, um dessen Ruf in der Kunstwelt zu ruinieren. Mit von der Partie ist auch die Personifikation der ungebildeten, aber bauernschlauen Texanerin: das Cowgirl PJ Puznowski soll vorgeben, es habe das Bild im Wohnwagen seiner Grossmutter gefunden.

Alan Rickman als Boss

In der Rolle des alles andere als erfolgsverwöhnten Harry ist Oscarpreisträger Colin Firth («The King's Speech») zu sehen, der eindrucksvoll unter Beweis stellt, dass er nicht nur stotternde Könige oder den Traummann von Bridget Jones spielen, sondern auch unbeholfen und unglaublich witzig sein kann.

Das zeigt sich vor allem im Zusammenspiel mit Alan Rickman. Dieser gibt hier als Lionel Shahbandar eine andere Art Bösewicht, als er es in der Snape-Rolle in den «Harry Potter»-Filmen konnte: charmant und herablassend, selbstbewusst und zuweilen pöbelnd. Und eine Nacktszene hat der 67-Jährige auch noch.

Gentlemen und Cowgirl

Gegen die beiden britischen Gentlemen hat selbst ein Hollywood-Star wie Cameron Diaz keine Chance. Sie gibt in diesem Film das texanische Cowgirl und wickelt sowohl Harry als auch seinen unsympathischen Chef mühelos um den Finger.

Der Film spielt mit englischen und amerikanischen Klischees, tut kulturelle Gräben auf – und das alles hinreissend mit einem Augenzwinkern oder hin und wieder auch mit Schenkelklopferhumor. Dabei bleibt die Spannung trotzdem nicht auf der Strecke – überraschender Twist am Ende inklusive.

SDA

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