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«Im Licht der Sterne spürt man die entfernte Vergangenheit»

Der chilenische Regisseur Patricio Guzmán appelliert im Dokumentarfilm «Nostalgia de laluz» an die Fähigkeit zur Erinnerung. Wären da nicht die Politik und das Militär.

Regisseur Patricio Guzmán (r.): «Warum verdrängt man?»
Regisseur Patricio Guzmán (r.): «Warum verdrängt man?»
PD

Ihr Film ist voller Fragen nach chilenischer Geschichte – und darüber hinaus nach dem Ursprung des Universums. Was hat Sie inspiriert zu Ihrer Kombination von Archäologie und Astronomie?

Und vergessen Sie die Wüste nicht, wo sich die beiden Disziplinen kreuzen. Das geht alles weit zurück. Als ich so zehn Jahre alt war, hatte ich eine Freundin, die Archäologin war, und ich ging oft ins Naturhistorische Museum von Santiago und habe mir steinzeitliche Pfeilspitzen angeschaut. Dort bin ich auch zum ersten Mal in Kontakt gekommen mit den Funden aus der Atacama-Wüste, wo die Überreste von mindestens sechs Kulturen übereinanderliegen. Der absolut trockene Boden hat Mumien in wunderbar gewebten Leichentüchern konserviert.

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