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Die amerikanische Kleinfamilie und ihr langer Weg zum Urknall

Grosses amerikanisches Kino in Cannes: Nicht nur wegen Terrence Malick, der seinen neuen Film zeigte.

Eine Kindheit in den 50er-Jahren und Religion und Natur: «The Tree of Life» mit Jessica Chastain als duldsame Mutter und Brad Pitt (r.) als despotischer Vater.
Eine Kindheit in den 50er-Jahren und Religion und Natur: «The Tree of Life» mit Jessica Chastain als duldsame Mutter und Brad Pitt (r.) als despotischer Vater.
PD

Wieder was gelernt in Cannes: Aufpassen, dass man an der Croisette nicht die falsche Abzweigung nimmt! Sonst steht da plötzlich dieser junge Mann und grüsst so herzlich, als würden wir uns kennen. Warum ist der so nett zu mir? Ach so, er ist von Scientology.

Wie viele Prozente unserer geistigen Fähigkeiten rufen wir wirklich ab? Das fragt man sich ja auch im Kino manchmal, und oft möchte man die Antwort lieber nicht so genau wissen. Nun aber: Sind wir bereit für ein neues Evangelium? So jedenfalls muss man die Erwartungen beschreiben, die auf dem neuen Werk von Terrence Malick lasten, dem Regisseur von «The Thin Red Line». Seit Jahren blickte die Kinogemeinde so ehrfürchtig diesem Film entgegen, als handle es sich mindestens um den Heiligen Gral des Kinos. Bis gestern war «The Tree of Life» ein Mysterium, auch der Trailer gab nur wenig preis, ausser dass er gut auch als Werbespot für eine Erweckungssekte durchgehen konnte.

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