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Der Rausch und die Sehnsucht danach

Der amerikanische Schauspieler Dennis Hopper (1936–2010) war ein wilder, kompromissloser Künstler. Eine Biografie des Autors Tom Folsom macht ihn womöglich noch etwas wilder, als er war.

Nur leicht angeschlagen: Dennis Hopper in Cannes. (24. Mai 2008)
Nur leicht angeschlagen: Dennis Hopper in Cannes. (24. Mai 2008)
Keystone

Im August 1988 war Dennis Hopper, Schauspieler und Regisseur im Ruf des zur Wildheit geborenen Genies, nach Basel gereist, um in der Kunsthalle eine Ausstellung eigener Fotografien aus den Sechzigern zu eröffnen. Das Schweizer Fernsehen bat um ein Interview. Man hatte zwecks illustrativer Zwischenschnitte eine Harley-Davidson auf den Theaterplatz gestellt, weil der Realisator dachte, das gehöre sich so beim Schöpfer von «Easy Rider» (1969). Und da stand Hopper nun vor dieser Maschine, elegant gekleidet, fast schmächtig, einen Arm hatte er um eine sehr blonde, sehr viel jüngere Frau gelegt (vielleicht Katherine LaNasa, die er 1989 dann heiratete), die Kamera umkreiste die beiden, und er in seiner Seelenruhe wirkte geradezu altersweise, etwas entrückt sogar, im Hintergrund plätscherte Tinguelys Fasnachtsbrunnen.

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