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Das Kino meiner Kindheit ist heute ein Spielzeugladen

«Lux, Rex & Corso», ein Bildband des Fotografen und Filmemachers Simon Edelstein, ist eine Reise durch Schweizer Kinosäle.

Das ist ein Bilderbuch, das wieder mal ans Klischee von der Magie alter Kinosäle rührt, dieser Parallelwelt für feine Träume und grobe Wirklichkeiten. Es beschwört eine Poesie des Staunens und eine Sehnsucht nach der Vorfreude damals, wenn man in so einem Saal sass, der womöglich den Prunk traditioneller Stadttheater simulierte und selbst schon fast Film war. Ja, das gabs und gibt es noch heute.

Man wird trotzdem ein wenig misstrauisch bei einer derart offensichtlichen Mühewaltung des Verzauberns. Am Ende sind wir gar nicht so nostalgisch, und das Träumen beginnt nicht bei der Architektur, sondern erst mit dem Film; da ist einem ein komfortabler moderner Sessel dann doch lieber als die zauberhafte Unbequemlichkeit eines poetischen Gestühls. Wer das Kino Uto kennt, eines der wunderbarsten in Zürich mit seiner gestirnten Decke, kann ein Lied davon singen.

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