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Das erwarten wir von den Oscars

Alles spricht für «1917», Scorseses «The Irishman» dürfte tauchen. Aber wer wird Bester Regisseur?

Regisseur Sam Mendes (rechts) am Set von «1917». Foto: UPI
Regisseur Sam Mendes (rechts) am Set von «1917». Foto: UPI

Die Ausgangslage verspricht einiges – oder in Zahlen ausgedrückt: Todd Phillips‘ «Joker» liegt mit 11 Oscarnominationen knapp vor «1917» (Sam Mendes), «The Irishman» (Martin Scorsese) und «Once Upon a Time… in Hollywood» (Quentin Tarantino) mit je 10 Nominationen. Doch wer macht das Rennen um den besten Film?

Unsere Prognose: Der Box-Office-Erfolg «Joker» findet bei den konservativen Oscarwählern zu wenig Konsens, beim Namen Netflix («The Irishman», «Marriage Story») rümpfen noch zu viele Mitglieder die Nase. Sie wählen lieber den formal starken Kriegsfilm «1917», ein Genre, das bei Oscarverleihungen traditionell gut ankommt. Weil «1917»-Regisseur Sam Mendes jedoch Engländer ist und bereits einen Regie-Oscar (für «American Beauty», 2000) hat, könnte Quentin Tarantino («Once Upon a Time…») endlich den Preis als «Best Director» erhalten. Es sei denn,...

Phoenix, Pitt, Zellweger, Dern

Bei den Darstellerpreisen scheint die Sache klarer: An Joaquin Phoenix («Joker») ist bei den männlichen Hauptrollen kein Vorbeikommen, und auch Brad Pitt («Once Upon a Time…», Nebenrolle) dürfte seinen ersten Schauspiel-Oscar auf sicher haben. Bei den Darstellerinnen sind Renée Zellweger («Judy», Hauptrolle) und Laura Dern («Marriage Story», Nebenrolle) in der Pole-Position. Aber Achtung: Letztes Jahr galt Glenn Close («The Wife») als haushohe Favoritin für die beste weibliche Hauptrolle, der Preis ging dann aber an Olivia Colman («The Favourite»).

Überraschungen gehören bei den Oscars dazu wie... der Gastgeber? Fehlanzeige. Wie im Vorjahr fehlt ein Host, der durch den Abend führt. An Star-Präsentatoren wird es indes nicht mangeln. Und die spannendste Frage ist ja vielleicht, wie viele Trophäen der koreanische Cannes-Sieger «Parasite» (6 Nominationen) abräumen wird. Bleibt es bei der ziemlich sicheren Auszeichnung für den Besten Internationalen Film – oder wird Bong Joon-ho gar zum besten Regisseur gekürt? (zas)

Oscarshow: Sonntag, 9. Februar, 0.30 Uhr, SRF 2

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