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Cowboys, Aliens, Stars und LSD

Heute startet das Filmfestival Locarno. Eine Übersicht über Filme und Stars, die in den nächsten zehn Tagen im Tessin zu sehen sind.

Festival-Präsident Marco Solari auf der Piazza Grande.
Festival-Präsident Marco Solari auf der Piazza Grande.

Mit einem aussergewöhnlich grossen Staraufgebot hat das Filmfestival Locarno dieses Jahr im Vorfeld noch mehr von sich reden gemacht als bei früheren Ausgaben schon. Am Mittwochabend eröffnet Bundesrat Didier Burkhalter den grössten Kulturanlass der Schweiz.

Das Festival im Tessin zeigt bis am 13. August fast 300 Filme, rund 150'000 Zuschauerinnen und Zuschauer werden auf der Piazza Grande und in den Kinosälen erwartet. Als Eröffnungsfilm wird der Sci-Fi-Streifen «Super 8» von J. J. Abrams gezeigt, der bereits am Donnerstag regulär in die Deutschschweizer Kinos kommt.

Präsentiert werden am Mittwochabend auch die offiziellen Wettbewerbsjurys, wie das Festival mitteilt. Der portugiesische Produzent Paulo Branco, der neben zahlreichen anderen Filmen «Dans la ville blanche» (1983) von Alain Tanner produziert hat, präsidiert die Hauptjury, diejenige des Concorso internazionale.

Zu den Juroren über die rund 20 Spiel- und Dokumentarfilme des Wettbewerbs zählen unter anderem die Schweizer Regisseurin Bettina Oberli («Die Herbstzeitlosen») sowie der 28-jährige französische Schauspieler Louis Garrel («The Dreamers»).

Calmy-Rey an Weltpremiere

Als Gäste aus Hollywood werden am Samstag, 6. August, Daniel Craig und Harrison Ford zur Europapremiere des Streifens «Cowboys & Aliens» im Tessin erwartet. Auch europäische Stars reisen in grosser Zahl an: Isabelle Huppert, Claudia Cardinale und Bruno Ganz ebenso wie Vertreter der jüngeren Generation, etwa Daniel Brühl.

Um den Goldenen Leoparden rittern unter anderem der US-Amerikaner Mike Cahill mit dem Sci-Fi-Film «Another Earth», die Französin Mia Hansen-Love mit der Liebesgeschichte «Un amour de jeunesse» und der Rumäne Adrian Sitaru mit dem Drama «Best Intentions».

Mit Fernand Melgars «Vol spécial», einem Film über die Ausschaffungspraxis des Bundes, nimmt erstmals ein Schweizer Dokfilm am Hauptwettbewerb teil. Für die Weltpremiere am Samstag hat Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey ihr Kommen zugesagt.

Ehrenleopard für Ferrara

Auch ein Schweizer Spielfilm ist im Hauptwettbewerb vertreten: «Mangrove» von Frédéric Choffat und Julie Gilbert. Die Geschichte handelt von einer jungen Frau, die an den Ort im Süden Mexikos zurückkehrt, an dem ihr Geliebter auf brutale Weise zu Tode kam.

«Abrir puertas y ventanas» von Milagros Mumenthaler, eine argentinisch-schweizerisch-niederländische Koproduktion, erzählt von drei Schwestern in Buenos Aires, die sich nach dem Tod ihrer Grossmutter neu im Leben orientieren müssen.

Der US-Regisseur Abel Ferrara («Bad Lieutenant») erhält am Freitag, 5. August, den Ehrenleoparden. Die Retrospektive ist Vincente Minelli (1903–1986) gewidmet, dessen Werk in Locarno gezeigt wird.

SDA/phz

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