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Carlos Leals Abenteuer-Trip durch Basel

Die Basler Feelgood-Komödie «20 Regeln für Sylvie» ist ein Independent-­Streich erster Güte. Mit viel Herzblut, kaum Geld – sowie Sex & Drugs & Rock ’n’ Roll.

Die kleine Sylvie hat einen treusorgenden Papa. Adalbert, ein Mann mit Rauschebart und Prinzipien. Das ist schön. Sie wohnen in den Alpes Vaudoises, ins Dorf hinab fährt die Seilbahn. Das ist auch schön. Die Mama ist vor Jahren gestorben. Das ist traurig. Zum Trost füttert Papa seine Sylvie vor dem Zubettgehen mit Pom-Bärli, und wenn das nur ginge, würde er sie am liebsten in der rosaroten Kuscheltierphase einbalsamieren. Das wiederum ist zum Lachen. Die kleine Sylvie zählt nämlich stolze 20 Jahre. Demnächst fängt für sie das Leben an, mit dem ersten Semester an der Uni Basel.

Mutmasslich beginnt an jenem Tag auch der väterliche Kontrollverlust. Es gibt nichts, vor dem es Adalbert mehr graut. In seiner Not listet er «20 Regeln für Sylvie» auf: keine Drogen. Kein Sex. Weder Partys noch Konzerte. Nicht mit Jungs knutschen. Nicht mal Lippenstift. «Das ist die Einstiegsdroge», glaubt Adalbert. Allen Ernstes. Und echt lustig.

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