Zum Hauptinhalt springen

Amateurfilmer drehen Thriller über Snowden-Affäre

Filmschaffende aus Hongkong liessen sich durch die Spionageaffäre um Edward Snowden inspirieren. Der Hauptdarsteller des fünfminütigen Kurzfilms weist eine verblüffende Ähnlichkeit zum US-Spion auf.

Vier Amateurfilmern aus Hongkong ist es als Ersten gelungen, einen Film über die spektakulären Enthüllungen des US-Computerexperten Edward Snowden zu drehen. «Es war eine Menge Adrenalin, die Dreharbeiten waren sehr im Guerilla-Stil», sagte der Kameramann Edwin Lee über das fünfminütige Video, das in weniger als einer Woche gedreht wurde und nun auf der Internetplattform Youtube zu sehen ist (siehe oben). Es sei ein «Spionagefilm in Entwicklung» gewesen, sagte Lee mit Blick auf die rasante Entwicklung in dem Fall.

Lee war der einzige professionelle Filmemacher bei der Produktion, die mit einer Handkamera an Originalschauplätzen gedreht wurde. Der Streifen wurde nach Snowdens selbstgewähltem Codenamen «Verax» benannt. Neben Lee waren Auswanderer aus Irland, Australien, Kanada und den USA beteiligt. Die Hauptrolle übernahm der US-Lehrer Andrew Cromeek, der mit dem richtigen Haarschnitt eine verblüffende Ähnlichkeit mit Snowden hatte.

Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Snowden hatte Ende Mai mit der Veröffentlichung von Dokumenten zu geheimen US-Programmen zur Überwachung der Internet- und Telefonkommunikation weltweit für Wirbel gesorgt. Gegen Ende der Dreharbeiten in Hongkong floh der 30-Jährige nach Moskau, wo er Berichten zufolge im Transitbereich eines Flughafens festsitzt. Die Filmcrew war enttäuscht, dass Snowden Hongkong verliess, doch äusserte Lee auch Verständnis: «Am Ende begriffen wir, dass es das Beste für ihn war.»

AFP/mrs

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch