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In der Düsternis gedieh der Techno

Berlin ist von der musikalischen Provinz zur Welthauptstadt der Clubsounds aufgestiegen. Das neue Buch «Der Klang der Familie» schildert, weshalb sich die Szene nur dort so entwickeln konnte.

Tobi Müller
Der Sound passt zur Härte der Stadt: Der einflussreiche Club Tresor eröffnete 1991.
Der Sound passt zur Härte der Stadt: Der einflussreiche Club Tresor eröffnete 1991.
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Wer billig nach Berlin fliegt, noch dazu am Wochenende, kann die Techno-Touristen schon in der Maschine nicht übersehen. Viele von ihnen stehen sich später vor dem Club Berghain die Beine in den Bauch, und wenn sie in einer Horde vor dem Kater Holzig an der Spree antanzen, werden sie abgewiesen, bevor sie ein spanisches, englisches oder französisches Wort sagen können. Ausgehen ist kein Zuckerschlecken; das passt zu Berlin, längst Hauptstadt der Raving Society, wie die Techno-Gemeinde in den euphorischen 90er-Jahren genannt werden wollte. Die Zeichen dieser Dance-Ökonomie sind überall sichtbar: Hostels, Clubmeilen, Heizpilze. Die beiden Journalisten Felix Denk und Sven von Thülen erinnern in «Der Klang der Familie – Berlin, Techno und die Wende» an die Anfänge dieser Szene, die einen zentralen Impuls für die erst später globalisierte Jugendmusik gab.

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