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«Ich bin ein Meister im Nichtstun»

«Michael Jackson schuldet mir Geld.» Guy Pratt (55) hat für weltbekannte Musiker auch ohne Gage gespielt.

BaZ: Herr Pratt, Sie verarbeiten Ihre Erfahrungen als Studio- und Live-Musiker schon seit zehn Jahren zu einer One-Man-Show. Haben Ihre illustren Arbeitgeber denn keine Angst, später von Ihnen durch den Kakao gezogen zu werden?

Wobei Sie auf Tournee als unsicherer Kantonist gelten. Bryan Ferry hat es gar nicht goutiert, dass Sie Ihren Bass einmal während eines seiner Konzerte zertrümmert haben.

Wie vertreiben Sie sich die Zeit, wenn Sie nicht mehr so oft auf Tournee sind?

Woher stammt das Material für Ihre neue Comedy-Show «Inglorious Bassterd», wenn Sie nicht mehr so oft im Studio oder auf der Bühne stehen?

Sie spielen schon seit 1987 für David Gilmour und Pink Floyd. Wie Sind Sie zu diesem Dauerengagement gekommen?

Gehört man sozusagen zur Familie, wenn man schon so lange mit einem Musiker wie David Gilmour zusammenspielt? Oder ist man trotz allem doch nur Angestellter?

Wie einfach ist es für Sie als Virtuose, sich an die recht simplen Bassparts von Pink Floyd zu halten?

Auf «Like A Prayer» von Madonna (1989) hört man ja, wie Sie sich früher ausgetobt haben.

Stimmt es, dass Michael Jacksons Management Ihnen bis heute Geld schuldet?

In Interviews markieren Sie gerne den grossen Dilettanten. Es heisst, Sie hätten keine Visitenkarte, weil Sie nicht zu professionell rüberkommen wollen.

Sind Sie bei einem Studiojob auch schon an Ihre Grenzen gekommen?

In Zeiten schwindender Produktionsbudgets stellen die grossen Künstler Ihnen Audio-Dateien zur Bearbeitung zu, anstatt Sie für viel Geld nach Los Angeles einzufliegen. Wie sehr vermissen Sie die hektischen alten Zeiten?

Würden Sie wieder Musiker werden, wenn Sie heute von vorne anfangen könnten?

Was wird Guy Pratt tun, wenn er einmal erwachsen ist?