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Gut und Böse sind fein säuberlich geschieden

Das Theater Basel reanimiert zur Saisoneröffnung ein selten gespieltes Werk von Luigi Nono. Trotz brillanter Gesangsleistungen und sorgfältiger Regiearbeit wirkt das Stück etwas verstaubt.

MeinungSigfried Schibli
Frauen geben den Ton an: die Guerillera Tania Bunke (Rainelle Krause) in Luigi Nonos "Al gran sole carico d'amore". Foto: Birgit Hupfeld
Frauen geben den Ton an: die Guerillera Tania Bunke (Rainelle Krause) in Luigi Nonos "Al gran sole carico d'amore". Foto: Birgit Hupfeld

Ganz vergessen war das Stück nie, aber es ist schwer gezeichnet vom Zeitgeist der Nach-68er-Jahre. «Al gran sole carico d’amore» (etwa: «Unter der grossen Sonne von Liebe beladen») von Luigi Nono wurde 1975 an der Mailänder Scala uraufgeführt, danach gab es einige wenige Produktionen an hoch subventionierten Häusern, die mit diesem Werk ihren Sinn für soziale Gerechtigkeit und Demokratie dokumentieren wollten. Wobei ja in aller Regel gerade die Arbeit an Theatern auf straffer Führung durch Intendanten und auf klaren Hierarchien beruht.

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