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ZDF-Moderatorin auf Abwegen

Katrin Müller-Hohenstein, ZDF-Moderatorin und Oliver Kahns TV-Partnerin bei der WM, beendet eine unerlaubte Werbetätigkeit. Es ist nicht der erste Fettnapf, in den sie dieser Tage getreten ist.

Unerlaubte Werbung: Müller-Hohensteins Einsatz für eine bayerische Molkerei.
Unerlaubte Werbung: Müller-Hohensteins Einsatz für eine bayerische Molkerei.

Katrin Müller-Hohenstein trat in einem Imagefilm auf, in dem sie leitenden Mitarbeitern einer Molkerei Fragen über die Produktion stellte und Milchprodukte testete. Nun wird die 44-Jährige mit sofortiger Wirkung von ihren vertraglichen Verpflichtungen gegenüber der Molkerei entbunden, wie der Konzern am Dienstag in Freising mitteilte. Der Werbeauftritt, für den sie bezahlt worden ist, wurde mittlerweile entfernt.

Ihr Management sprach von Kooperation statt von Werbung; schliesslich habe Müller-Hohenstein kein Produkt in die Kamera gehalten oder Vorzüge der Marke gepriesen. Die Werbung war vom ZDF-Chefredakteur Peter Frey im «Medium Magazin» aber als «nicht den Vorstellungen des ZDF von Auftritten seiner journalistischen Köpfe» entsprechend kritisiert worden. Die Moderatorin hatte darauf reagiert und das Engagement als Fehler bezeichnet, «den ich bedaure».

Nazi-Slang

In Deutschland sorgt Katrin Müller-Hohenstein derzeit auch für andere Schlagzeilen: Wie der «Stern» berichtet, verwechselte sie die Berliner mit der Österreich-Flagge. Nach dem Deutschland-Spiel gegen Argentinien zeigten die Kameras eine rot-weiss-rote Fahne zwischen den jubelnden Fans im Kapstadter Stadion. Darauf war deutlich ein grosser, schwarzer Bär zu erkennen – das Wappentier Berlins. Doch Müller-Hohenstein entging dieses Detail: «Oli, siehst du die Österreich-Fahne? Das ist ja interessant.»

Damit nicht genug der Fettnäpfchen. Zuvor hatte sie bei ZDF-Zuschauer für Unmut gesorgt, als sie eine politisch ganz und gar unkorrekte Redewendung gebrauchte. Nach Kloses Tor zum 2:0 gegen Australien sagte sie zu Kahn: «Das ist für Miro Klose doch ein innerer Reichsparteitag, jetzt mal ganz im Ernst, dass der heute hier trifft.» Reichsparteitage waren jene pompöse Nazi-Veranstaltungen, die der Propaganda dienten und Adolf Hitler als Führer zelebrierten.

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