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Vernascht Don Draper wieder Emmys?

Für die wichtigsten Fernsehpreise der Welt, die am Sonntagabend in Los Angeles übergeben werden, gibt es gleich mehrere heisse Kandidaten, die im letzten Jahrhundert oder sogar im Mittelalter spielen.

Keine Serie wurde so oft für die Emmys nominiert: Don Draper in «Mad Men».
Keine Serie wurde so oft für die Emmys nominiert: Don Draper in «Mad Men».
amctv.com

In den USA wird mit Spannung erwartet, ob nach drei Jahren als «beste Dramaserie» in Folge «Mad Men» in diesem Jahr vom Gangsterdrama «Boardwalk Empire» verdrängt wird.

Die Serie mit Steve Buscemi spielt im Atlantic City der Zwanzigerjahre. Buscemi spielt den völlig korrupten Enoch «Nucky» Thompson, der – basierend auf dem Politiker Enoch L. Johnson (1883 bis 1968) – das Städtchen an der Atlantikküste regiert.

«Mad Men», die Serie um eine New Yorker Werbeagentur in den Sechzigerjahren, läuft seit 2007 in den USA. Gelobt wird immer wieder, dass die damalige Zeit mit grosser Detailtreue eingefangen werde – inklusive sorglosem Kettenrauchen.

19 Nominierungen für «Mad Men»

Keine Serie wurde bisher so oft für den Emmy nominiert wie «Mad Men». In diesem Jahr sind es 19 Nennungen, das von den Kritikern gefeierte «Boardwalk Empire» kommt auf 18.

Aber noch mehr Chancen hat «Mildred Pierce» mit 21 Nominierungen. Die fünfteilige Serie beschreibt den Kampf einer Frau, gespielt von Kate Winslet, um die Liebe ihrer Tochter und die Wirren der Weltwirtschaftskrise. Der Roman von James M. Cain («Wenn der Postmann zweimal klingelt») war bereits 1945 verfilmt worden, damals mit Joan Crawford.

Die Fantasyreihe «Game of Thrones» nach dem «Lied von Eis und Feuer» von George R. R. Martin brachte es auf 13 Nominierungen. Sean Bean spielt darin den Herrscher des kalten Nordens, Eddard «Ned» Stark. Sehr viel zivilisierter ist die Anwaltsserie «The Good Wife». Sie kommt auf neun Nominierungen.

Al Bundy mit junger Frau

Mit 17 Nominierungen führt «Modern Family» klar bei den Komödien. Ed O'Neill, besser bekannt als Al Bundy, spielt darin einen Vater mit einer sehr viel jüngeren Frau. Die Serie ist im Stile einer Dokumentation aufgemacht. Nicht weit dahinter liegt mit 13 Nennungen «30 Rock».

Die Emmys werden seit 1949 vergeben. Gastgeberin diesmal soll Jane Lynch sein, die vor allem in den USA mit der Serie «Glee» ein Star ist. Deutschen und Schweizer Fernsehzuschauern ist sie als Psychiaterin aus der Serie «Two and a Half Men» bekannt.

SDA/net

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