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TV-Kritik: Moral, Schönheit und Kuhkuchen

Gestern war Christa Rigozzi bei «Schawinski» zu Gast. Ziel war es, eine «schöne Sendung» zu bieten. Das gelang – auch wenn sich erstmals das Sommerloch abzeichnete.

Eigentlich hätte man als Zuschauer Dominique Rinderknecht erwartet. Doch die neue Miss Schweiz war wohl beim Coiffeur, um ihre Frisur zurechtzustutzen. Was solls! Christa Rigozzi ist auch eine tolle Affiche. Als Tessinerin vereint sie alemannisches Arbeitsethos und südländische Lebensfreude. Eine Kombination, die sie zur erfolgreichsten Schweizer Miss und Ex-Miss gemacht hat. Rigozzi ist beliebter und verdient mehr Geld als alle ihre Fachgenossinnen.

Und sie hat Mut. Eben erst sagte Politologin Regula Stämpfli einen Auftritt bei Schawinski ab. Stämpfli hatte sich am Ankündigungstext zur Sendung gestört. Ausserdem könne sie auf eine «öffentlich-boulevardistische Hinrichtung à la Kafkas Strafprozess» verzichten. Doch Schawinski stand der Sinn gestern nicht nach Angriff und auch nicht nach Kafka. Er wollte dem Publikum zum Saisonabschluss «eine schöne Sendung» schenken.

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