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TV-Kritik: Menschen krepieren, der Wodka plätschert

Menschenhandel, Zigarettenschmuggel und Viagra-Orgien: Die grossartige deutsche Serie «Im Angesicht des Verbrechens» widmet sich der Russenmafia.

Mit spannenden Serien werden wir im deutschsprachigen Kulturraum bekanntlich nicht gerade verwöhnt. Das liegt zum einen am fehlenden Knowhow, vor allem im Drehbuchbereich. Andererseits hat man in Amerika, wo die meisten Qualitätsserien herkommen, deutlich höhere Produktionsbudgets. Gespannt verfolgte man deshalb gestern den Auftakt der im Vorfeld hochgelobten deutschen Serie mit dem etwas holprigen Titel «Im Angesicht des Verbrechens». Doch was heisst hier Serie? Ein Russenmafia-Epos sollte es werden. «Die Zeit» sprach von einem Meilenstein, der «Spiegel» konstatierte gar einen Bruch in der deutschen Fernsehlandschaft.

Im Zentrum der verschachtelten, fiktiven Geschichte steht der lettisch-deutsche Streifenpolizist Marek Gorsky, dessen Bruder vor zehn Jahren ermordet wurde. Seine Schwester Stella ist mit dem Russen Mischa verheiratet und führt ein Restaurant, das Treffpunkt der Mafiaszene ist. Gorsky, den seine Landsleute als «Müllmann» schmähen, gerät in eine verzwickte Lage: Wie kann er gegen das organisierte Verbrechen kämpfen - ohne seiner Schwester zu schaden?

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