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TV-Kritik: Leichen ohne Ende

Mit 15 Leichen stellte der gestrige «Tatort» einen neuen Rekord auf. Die Wiener Kommissare standen kurz vor dem Zusammenbruch – die Zuschauer auch bei so viel Nervenkitzel.

Vor seinem Einkaufszentrum wurde ein Mitarbeiter der Putzfirma erschossen. Der geschäftstüchtige Chef (links) hat aber ganz andere Sorgen: «Da will ja keiner parken auf der Blutlachn!»
Vor seinem Einkaufszentrum wurde ein Mitarbeiter der Putzfirma erschossen. Der geschäftstüchtige Chef (links) hat aber ganz andere Sorgen: «Da will ja keiner parken auf der Blutlachn!»
ORF
Eine leicht rassistische Putzfrau hat den Mord am Studenten beobachtet. Sie ist sicher: Die Täter, das können nur Ausländer gewesen sein. «Ich wissen. Lesen in Zeitung. Gesindel ist das.»
Eine leicht rassistische Putzfrau hat den Mord am Studenten beobachtet. Sie ist sicher: Die Täter, das können nur Ausländer gewesen sein. «Ich wissen. Lesen in Zeitung. Gesindel ist das.»
ORF
«Er hat nix gespürt», tröstet der Kollege im weissen Overall Moritz Eisner, der Minuten zuvor einen Serben erschossen hat.
«Er hat nix gespürt», tröstet der Kollege im weissen Overall Moritz Eisner, der Minuten zuvor einen Serben erschossen hat.
ORF
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Nein, der gestrige «Tatort» war nichts für Freunde des entspannten Krimis am Sonntagabend. «Kein Entkommen» war nämlich gar kein Krimi, das war ein Thriller. Für niemanden gab es ein Entkommen. Wer nicht einem Pistolenschuss oder einem handgemachten Genickbruch zum Opfer fiel, den raffte die Grippe dahin, zumindest kurzzeitig.

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