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TV-Kritik: Jäger der Chügelidealer

Alard du Bois-Reymond, oberster Asylchef der Schweiz, gilt je nach Perspektive als Naivling oder Rassist, obschon er mit einer Afrikanerin verheiratet ist. Eine Dok-Filmerin hat ihn im Job begleitet.

Mit dem Ja zur Ausschaffungsinitiative hat sich die Schweiz offiziell für die harte Hand in der Asylpolitik ausgesprochen und die Befürworter der Initiative dürften sich erfreut zurücklehnen. Nicht so Alard du Bois-Reymond. Als oberster Asylchef der Schweiz hat er den «härtesten Beamtenjob der Welt», so heisst es im Film von Karin Bauer, die ihn ein Jahr lang mit der Kamera begleitet hat. Schon vor einem Jahr trat der «Hardliner mit Herz» seinen Job mit dem Vorsatz an, strengere Asylbestimmungen durchzusetzen. Bald schon musste er aber feststellen, dass die Praxis in Asylfragen wesentlich komplizierter ist, als es die Mehrheit des Schweizer Stimmvolks gerne hätte – und als er selbst es sich wohl vorgestellt hatte.

Kollateralschaden der Ausschaffungsmethoden

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