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TV-Kritik: Gebt mir mein Wunschkind

Wer bestimmt in der Schweiz die erlaubten Möglichkeiten der Fortpflanzungsmedizin: Die kinderlosen Paare? Der Staat? Die Ethiker? Im «Club» trafen die Fraktionen aufeinander.

Bislang durfte man für eine künstliche Befruchtung gespendete Samen verwenden – nicht aber fremde Eizellen. Doch das soll sich ändern. Geht es nach den Empfehlungen der Nationalen Ethikkommission, sollen ungewollt kinderlose Paare mehr nachhelfen dürfen: Eizellspende und Leihmutterschaft sollen bald auch in der Schweiz erlaubt sein – genauso wie das Spenden von Embryonen. Dies würde wohl bedeuten, dass etliche Paare – Fachleute sprechen von mehreren Hundert – für die entsprechenden medizinischen Behandlungen nicht mehr ins Ausland reisen würden. Denn in Spanien, Dänemark oder Deutschland sind die Gesetze der Fortpflanzungsmedizin seit Jahren wesentlich liberaler.

Eine entsprechende Änderung der Schweizer Gesetze wäre für viele Paare deshalb eine grosse Erleichterung, war sich die Mehrheit der Gäste im gestrigen «Club» einig: Zum Beispiel für jene anonyme Frau P., deren Erzählung schon nach wenigen Minuten in die Diskussionsrunde eingespielt wurde. Die Frau will nach Spanien reisen und hofft, dort mithilfe einer Eizellspende endlich schwanger zu werden. «Das wäre mein grösster Traum», sagte sie. Das Ehepaar im Studio, Janine und Ataman Tasburun-Lässer, verstand die zitierte Frau gut. Auch sie wissen, was es heisst, lange Zeit kein Kind zu bekommen. Sie versuchten es mithilfe einer künstlichen Befruchtung. Beim dritten Versuch wurde die Frau mittels In-vitro-Fertilisation schwanger. Heute sind sie glückliche Eltern von zwei im Labor gezeugten Kindern.

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