Zum Hauptinhalt springen

TV-Kritik: Das einzige Rezept bei Alzheimer

Der gestrige «Club» wollte Alzheimerpatienten Mut machen, nachdem sich Gunter Sachs aus Angst vor der Krankheit das Leben nahm. Dabei bekam man vieles zu hören, was man lieber nicht hören wollte.

Hans Wobmann leidet seit einigen Jahren an Alzheimer. «Ich weiss, dass ich vergesslich bin. Aber ich bin noch voll da.»
Hans Wobmann leidet seit einigen Jahren an Alzheimer. «Ich weiss, dass ich vergesslich bin. Aber ich bin noch voll da.»
Seine 82-jährige Frau Erika Wobmann betreut ihn.
Seine 82-jährige Frau Erika Wobmann betreut ihn.
Screenshot SF
Ihre Mutter versuchte sich mit Zetteln durch den Alltag zu bringen. «Gott, hilf mir denken!», steht auf einem der Zettel.
Ihre Mutter versuchte sich mit Zetteln durch den Alltag zu bringen. «Gott, hilf mir denken!», steht auf einem der Zettel.
Screenshot SF
1 / 9

«Sie ist immer noch meine Frau, aber sie ist nicht mehr meine Partnerin.» Es war diese schonungslos ehrliche Aussage im «Club», die so beklemmend war, dass man am liebsten den Fernseher ausgeschaltet hätte. Christoph Harms' Frau ist vor ein paar Jahren an Alzheimer erkrankt. Sie ist 55-jährig. Seine Frau wisse nicht, dass er hier sei, sagte der Chefarzt Anästhesie des Spitals Zofingen. Sie wolle nicht über die Krankheit sprechen, die bei ihr schon so fortgeschritten sei, dass sie nicht mehr wisse, wann man staubsaugen müsse. Ob sie denn den Alltag bewältigen könne, fragt Moderator Röbi Koller und Harms antwortet: «Ich weiss es nicht. Ich kann nicht immer daheim sein.» Wenn er daheim sei, folge sie ihm wie ein Schatten.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.