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Schweizer «Tatort» mit Zuschauer-Minusrekord

Der neuste Luzerner «Tatort» wurde als One-Take ohne Schnitt inszeniert – beim Publikum fiel das Experiment durch.

«Die Musik stirbt zuletzt» ist der 14. und viertletzte Schweizer «Tatort» aus Luzern. Danach wird der Kult-Krimi in Zürich gedreht. Geht das mutige Werk von Regisseur Dani Levy auf? Wir machen den Check.
«Die Musik stirbt zuletzt» ist der 14. und viertletzte Schweizer «Tatort» aus Luzern. Danach wird der Kult-Krimi in Zürich gedreht. Geht das mutige Werk von Regisseur Dani Levy auf? Wir machen den Check.
SRF
Die Story wird zur Nebensache. Der schwerreiche Geschäftsmann Walter Loving (Hans Hollmann) gibt sich gerne als grosszügiger Gutmensch. Hat er eine dunkle Vergangenheit? Auch verkorkste Liebesgeschichten und eine problematische Vater-Sohn-Beziehung nährten den Schweizer «Tatort». Doch leider bleibt der Krimi oft an der Oberfläche und lässt den Zuschauer am Schluss etwas ratlos zurück. Das heisst: Die Handlung wird, wegen der theatralischen Erzählform ziemlich zur Nebensache.
Die Story wird zur Nebensache. Der schwerreiche Geschäftsmann Walter Loving (Hans Hollmann) gibt sich gerne als grosszügiger Gutmensch. Hat er eine dunkle Vergangenheit? Auch verkorkste Liebesgeschichten und eine problematische Vater-Sohn-Beziehung nährten den Schweizer «Tatort». Doch leider bleibt der Krimi oft an der Oberfläche und lässt den Zuschauer am Schluss etwas ratlos zurück. Das heisst: Die Handlung wird, wegen der theatralischen Erzählform ziemlich zur Nebensache.
SRF/ Hugofilm
Der Krimi ist schnell, überzeugt mit starken Bildern und das Experiment des One-Shots funktioniert, wenngleich dadurch manchmal etwas Tiefe in der Handlung verloren geht. Wer jedoch eine klassischen «Tatort» erwartet, der wird enttäuscht. «Die Musik stirbt zuletzt» ist mehr Kunst- und Theaterstück, denn Krimi.
Der Krimi ist schnell, überzeugt mit starken Bildern und das Experiment des One-Shots funktioniert, wenngleich dadurch manchmal etwas Tiefe in der Handlung verloren geht. Wer jedoch eine klassischen «Tatort» erwartet, der wird enttäuscht. «Die Musik stirbt zuletzt» ist mehr Kunst- und Theaterstück, denn Krimi.
Daniel Winkler
1 / 10

Während die TV-Kritiker den neusten Schweizer «Tatort» lobten, straften ihn die Zuschauer ab. Nur 440’000 Zuschauer sahen den Film «Die Musik stirbt zuletzt» in der Schweiz. Es ist das schlechteste Resultat eines Schweizer «Tatorts»; die Krimis erreichen sonst durchschnittlich gegen 600’000 Zuschauer.

In Deutschland verfolgten 4,79 Millionen Zuschauer den Krimi, der von Regisseur Dani Levy in einer einzigen Kamerafahrt gedreht wurde. Auch das ist ein Minusrekord. Der bislang schwächste «Tatort»-Krimi war der 130 Minuten lange Kinofilm «Off Duty» mit Til Schweiger am 8. Juli dieses Jahres, der 5,34 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 18,6 Prozent hatte.

Ein erfolgreicher «Tatort» erreicht um die neun, manchmal auch deutlich über zehn Millionen Zuschauer. «Angesichts des Stoffs, der dramaturgischen Umsetzung und des experimentellen Ansatzes von Dani Levys Film ist das für einen Sonntagskrimi mitten in der Sommerhitze in meinen Augen ein sehr respektables Ergebnis», sagte ARD-Programmdirektor Volker Herres gegenüber der Nachrichtenagentur DPA. «Aber natürlich sind das nicht die Zuschauerzahlen, die wir uns für einen «Tatort» in der Hauptsaison wünschen.»

Im April hatte sich das Schweizer Fernsehen entschieden, den Luzerner «Tatort» nach sechs Jahren zu beenden. Ab Januar 2019 verlagert SRF die Produktion mit einem neuen Team nach Zürich. Die bisherigen Kommissare, die in Luzern ermittelten, werden ausgewechselt. Welche Schauspieler die neuen Rollen übernehmen werden, ist noch nicht bestimmt.

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