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Grossphilosoph oder Softporno?

Versuchen Sie mal, «Fifty Shades» und Peter Sloterdijk auseinanderzuhalten.

Links eine Szene aus «Fifty Shades», rechts Philosoph Sloterdijk. (Filmstill/Keystone)
Links eine Szene aus «Fifty Shades», rechts Philosoph Sloterdijk. (Filmstill/Keystone)

Auch die letzte Folge der Verfilmung ist ein Erfolg, «Fifty Shades of Grey – Befreite Lust» steht auf Platz eins der Schweizer Kinocharts. Über 75'000 Eintritte hat das letzte Woche angelaufene Sequel landesweit bereits verzeichnet.

Für den denkenden Menschen ist die Softporno-Serie eine Provokation. «Dieser Unfug tut weh, fesselt aber kein bisschen», kanzelte die FAZ. Dieselbe Zeitung feierte letztes Jahr den Grossphilosophen Peter Sloterdijk als «Entfesselungskünstler», als einen, der «das stellenweise sehr graue Haus der Philosophie in feurigen Farben illuminiert». Das Auseinanderhalten von Buchzitaten – das Machwerk der Groschenromanautorin E. L. James hier, das Œuvre des philosophischen Entfesselungskünstlers dort – sollte also ein Leichtes sein. Nicht wahr?

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