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Gölä: «Ich bin ein kumpelhafter Kritiker»

Mundartrocker Gölä sitzt ab Februar 2009 in der «MusicStar»-Jury – eine Überraschung. «Es ist Zeit, etwas von meiner Erfahrung im Musikgeschäft weiterzugeben», sagt er.

Das haben wir nicht erwartet, Gölä. Ausgerechnet Sie als Kritiker von Castingshows sitzen in der neuen «MusicStar»-Staffel in der Jury. Wie kam es dazu? Ich kenne Toni Wachter schon lange. Der Redaktionsleiter Show beim Schweizer Fernsehen kam immer wieder auf mich zu und sagte, dass er mich unbedingt will für «MusicStar». Irgendwann habe ich Ja gesagt. Immerhin bin ich seit zehn Jahren im Musikbusiness. Jetzt kann ich auch mal etwas von meiner Erfahrung weitergeben.

Und darauf freuen Sie sich? Ja, wirklich. Ich bin ja jetzt 40 und in einer Midlife-Crisis (lacht). Es gibt viele Dinge, von denen ich bereue, dass ich sie nicht getan habe. Jetzt kommt eine Chance, etwas davon nachzuholen. Also tue ich es.

Von Ihnen als Büezer der Nation dürfen die Zuschauer bestimmt kernige Kritik erwarten. Werden Sie der harte Hund in der neuen «MusicStar»-Jury?Ich sehe mich eher als kumpelhaften Kritiker, der einem Kandidaten ehrlich sagt, ob es mit seiner Stimme etwas werden kann oder eben nicht. Ich weiss, wie das Geschäft läuft und werde die Jungs und Mädchen auch mal zurück auf den Boden der Realität holen. Nur weil dein Gring drei Mal in der «Schweizer Illustrierten» war, bist du noch kein Star.

Gibt es «MusicStar»-Kandidaten aus den vergangenen drei Staffeln, die Sie gerne hören? Baschi hat mir schon als Kandidat gefallen, der Typ hat eine geile Stimme. Und er hat immer noch Erfolg. Gerade er beweist, dass ein Format wie «MusicStar» eine echte Chance sein kann und nicht einfach junge Leute am Fernsehen verheizt.

Manchen Kandidaten aber ergeht es doch genau so: Sie werden hochgejubelt und fallen tief. Oder man macht sich über sie lustig. Das ist unbestritten so. «MusicStar» ist eine Unterhaltungssendung. Wer etwas anderes behauptet, lügt. Die Fernsehzuschauer wollen auch über Kandidaten lachen, die keinen Ton treffen. Die jungen Talente polarisieren halt. Genau wie ich in der Schweiz seit zehn Jahren polarisiere.

Hätten Sie als junger Musiker bei «MusicStar» mitgemacht? Im Nachhinein beantwortet man solche Fragen natürlich immer mit Nein. Aber wenn ich mit 15 oder 16 Jahren die Chance erhalten hätte, mit meiner Band in einer Castingshow aufzutreten, hätte ichs wohl getan.

Sie verpassen gerade Ihrem neuen Mundartalbum den letzten Schliff. Wie läufts? Sehr gut. Im Moment sind wir in Berlin und mischen die Platte fertig ab. Bald haben wirs geschafft. Danach fahren wir runter nach München zum Mastern. Ende Oktober soll die Scherbe rauskommen. Jetzt hoffe ich, dass sie den Leuten dann so gut gefällt wie mir.

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