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Gewaltige Stimme, Herz aus Gold

Marc Storace mischt das Schweizer Tauschkonzert «Sing meinen Song» auf TV 24 auf.

Raphaela Portmann
Mike Storace bei «Sing meinen Song».
Mike Storace bei «Sing meinen Song».
Andrea Camen (TV 24)

Marc Storace ist nicht nur der Star dieses TV-Freitagabends, sondern einer ganzen Rockgeneration. 1951 in Malta geboren, wohnt der Sänger heute ganz bürgerlich mit Frau und Kind in Oberwil. Der Hausmann und ­Vater bringt einzig mit dem ­Namen seines Katers, Whisky, ­etwas Rock-Allüre in den behüteten Alltag am Fusse des Bruderholzes. Als Storace 1979 zur Schweizer Rockband Krokus stiess, waren drei der Teilnehmer von «Sing meinen Song» noch nicht einmal auf der Welt. Der Gastgeber des Abends, Seven, war damals gerade zwei Jahre alt und sagt über Storace: «Er ist eine Legende, und es ist eine Ehre, dass er heute Abend neben uns auf dem Sofa Platz nimmt.»

Mark Storace ist in einer klassisch musikalischen maltesischen Familie gross geworden. Mit seiner ersten professionellen Band Tea begeisterte er die hiesige Progressive-Rock-Szene. Doch erst mit der Schweizer Band Krokus, die Storace als Leadsänger ergänzte, erreichte er internationale Bekanntheit: «Jetzt wollte uns sogar Amerika. Welttournee, Gold, Platin, Billboard Charts: Und wir sind noch immer aktuell.»

Bis heute hat Storace 15 Millionen Alben weltweit verkauft. Er ist eine Legende der Rockszene, und trotzdem tritt er bei TV 24 ganz bescheiden auf. Zum Auftakt singt er live den von ihm komponierten und getexteten Song «Hellraiser».

Die Stimme des 69-Jährigen ist «eine Naturgewalt», stellt Steff la Cheffe richtig fest. Die Jahre auf dem Rocker-Buckel hört man seinen Stimmbändern nicht an.

Feuchte Augen

Wie in der Sendung üblich, trägt jeder der Teilnehmer nun ein Lied des im Rampenlicht stehenden Musikers in Eigeninterpretation vor. Ritschi singt eine Swing-Version von «Bedside Radio», Steff la Cheffe holt «Hazy Colours» aus den 70ern in die Neo-80er, und Seven gibt eine poppige Version von «Screaming in the Night» zum Besten. Loco Escrito macht «Dirty Dynamite» zum modernen Sommerhit à la «Despacito», Francine Jordi singt «Hoodoo Woman», und Stefanie Heinzmann lässt den Rocker mit «You Can’t Stop the Rainfall» emotional werden. «Stefanies feinfühlige und emotionale Art hat mich am meisten berührt», sagt Storace, «wegen ihr hatte ich sogar nasse Augen.»

Zwischen den Musikern herrscht gute Stimmung: Von­einander sagen sie nur das Beste. Viel Liebe ist in die Interpretationen der Songs geflossen. Trotzdem bleibt unverkennbar, wer der Weltstar in der Runde ist. Seven fragt Storace: «Deine Stimme wurde oft mit der von Bon Scott, dem Sänger von AC/DC, verglichen. Stimmt es, dass du damals, nachdem er gestorben ist, als Nachfolger gehandelt wurdest?» Beiläufig antwortet Storace darauf: «Ich hatte die Möglichkeit, bei ihnen vorzusingen. Aber damals war ich nicht so Fan von AC/DC. Natürlich hatten sie mehr Erfolg, aber das habe ich in meiner Welt nicht mitbekommen. Dazu kam meine Loyalität zu Krokus. Ich denke heute, dass ich alles genau richtig gemacht habe.»

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