Zum Hauptinhalt springen

«Die Gier is a Hund»

Der Wiener «Tatort» stellt eine komplexe Schuldfrage.

Rauters Enkelin Roswita ist das Opfer: Die Komissare machen sich an die Arbeit.
Rauters Enkelin Roswita ist das Opfer: Die Komissare machen sich an die Arbeit.
ARD
Er bleibt hartnäckig: Helmut versucht herausfinden, warum seine Frau und sein Baby sterben mussten.
Er bleibt hartnäckig: Helmut versucht herausfinden, warum seine Frau und sein Baby sterben mussten.
ARD
Konfrontation zwischen Journalistin und Firmenchef Paul Mitteregger.
Konfrontation zwischen Journalistin und Firmenchef Paul Mitteregger.
ARD
1 / 4

Zwei Rollen sind in jedem «Tatort» gleich besetzt (man könnte eigentlich stets denselben Schauspieler verwenden): die des schmierigen Anwalts, der die Ermittler mit leider legalen Winkelzügen daran hindert, den Verdächtigen endlich festzunageln, und die des Vorgesetzten und/oder Staatsanwalts, immer viel dümmer als seine Untergebenen, was er durch tyrannisches Gehabe und überflüssige Antreiberei («ich will endlich Fakten») kompensiert. Bei den Wiener Folgen ist die Rolle des Vorgesetzten ironisch besetzt, denn Hubert Kramar, der ihn spielt, ist ein landesweit bekannter Aktionskünstler und linker Provokateur. Als mit allen verbandelter Sektionschef Ernst «Ernstl» Rauter ist er dagegen meist damit beschäftigt, Hochrangige aus dem Fokus der Ermittlungen herauszuhalten und Unsauberes unter den Teppich zu kehren.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.