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Das sind die Schweizer des Jahres

Die Krankenschwester Marianne Kaufmann und der Arzt Rolf Maibach sind zu den Schweizern des Jahres gekürt worden. Für eine kleine Überraschung sorgte Autor Martin Suter.

Das Fernsehpublikum kürte die Krankenschwester Marianne Kaufmann und den Arzt Rolf Maibach mit 19,74 Prozent der Stimmen zu den Schweizern des Jahres. Auf dem zweiten Platz landete mit 17,65 Prozent der Stimmen Schwingerkönig Kilian Wenger. Politikerin Pascale Bruderer schaffte es mit 14,4 Prozent auf den dritten Platz.

Normalerweise sei sie nicht so schnell sprachlos, nun wisse sie aber nicht, was sagen, sagte Kaufmann bei der Ehrung. Die 27-Jährige und der 67-Jährige wurden ausgezeichnet für ihren couragierten und unermüdlichen Einsatz im Erdbebengebiet Haitis. Die junge Pflegefachfrau und der Arzt arbeiten im Albert-Schweitzer-Spital in Deschapelles. Sie erhielten am Abend ebenfalls den SwissAward in der Kategorie Gesellschaft.

Die Namen von Kaufmann und Maibach werden nun neben jenen der acht bisherigen Schweizerinnen und Schweizern des Jahres in den Gedenkstein auf der Älggi-Alp im Kanton Obwalden, dem geografischen Mittelpunkt der Schweiz, eingemeisselt. Ihre Vorgänger sind René Prêtre, Eveline Widmer-Schlumpf, Jörg Abderhalden, Köbi Kuhn, Peter Sauber, Lotti Latrous, Roger Federer und Beat Richner.

Emil ahnte nichts

Ebenfalls verliehen wurde an der Gala der Lifetime-Award. Kabarettist Emil Steinberger nahm den Preis für sein Lebenswerk überrascht entgegen. «Es freut mich, dass ich euch weiterhin mit Humor besprühen darf», bedankte der 78-Jährige sich in seiner Dankesrede. Steinberger zeigte sich überrascht über die Auszeichnung – laut seiner Frau sollte er lediglich wegen der Losverleihung mit zur Gala kommen.

Zuvor waren im Hallenstadion die Sieger in den verschiedenen Kategorien vorgestellt worden. In der Kategorie Kultur hat sich Autor Martin Suter durchgesetzt. Den Preis für den Autor nahm der Schauspieler Michael Neuenschwander entgegen, der im Musical Geri von Martin Suter und Stephan Eicher die Hauptrolle spielt. Neuenschwander las eine kurze Rede von Suter vor, der den Preis in Hommage an Geri «allen Zaghaften und Unentschlossenen» widmete. Warum Suter nicht selber auftreten konnte, ist nicht bekannt.

Ricola-Chef ausgezeichnet

Der Wirtschaftspreis ging an Felix Richterich. Der 52-jährige Unternehmer positionierte sein Kräuterbonbon Ricola weltweit als Nummer 1. Die Auszeichnung in der Kategorie Show holte die Berner Sängerin Sophie Hunger. Mit ihren melancholischen Liedern füllte sie Konzertlokale von Paris bis Prag. Und zur Politikerin des Jahres gewählt wurde die ehemalige Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer. Die 33-jährige Aargauer SP- Politikerin sei die Vorzeige-Vertreterin einer neuen Politikergeneration, hiess es.

Die Sportler des Jahres waren bereits Mitte Dezember gewählt worden. Zusammen mit Schwingerkönig Kilian Wenger standen die beiden Gewinner, der Skispringer Simon Ammann und die Turnerin Ariella Kaeslin, am Samstag ebenfalls zur Wahl für den Titel «Schweizer des Jahres 2010».

Liebeslied im Duett

Durch die Show führte Sandra Studer. Als musikalische Gäste begrüsste die Moderatorin die Schweizer Eurovisionskandidatin Anna Rossinelli, den italienischen Schmusesänger Nek, Pepe Lienhard&Big Band, Naturally 7 und den Freiburger Musiker Gustav mit seinem Chor. Für einen musikalischen Höhepunkt sorgten die Walliser Sängerin Sina und der Berner Musiker Büne Hueber: Im Duett sangen sie das Liebeslied «Ich schwöru».

Der Swiss Award fand zum neunten Mal in Folge statt. Die Show, diesmal im Hallenstadion moderiert von Sandra Studer, gehört zu den grössten Fernsehshows des Jahres.

SDA/oku

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