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Ein Staatsfeind wird gewürdigt

Das Historische Museum Basel zeigt Aspekte zur Person und Geschichte Bruno Mansers.

Ein Blick in die Ausstellung. Foto: Natascha Jansen

Ein Blick in die Ausstellung. Foto: Natascha Jansen

Clara Vuille-dit-Bille

Der Zeitpunkt könnte angesichts der Brände im Amazonas kaum passender sein: Am Freitag eröffnet das Historische Museum Basel eine kleine Ausstellung zu Bruno Manser.

Manser, der 2005 amtlich als verschollen erklärt wurde, setzte sich zeitlebens für den Schutz und den Erhalt der Regenwälder ein. Er verbrachte von 1884 bis 1990 einige Jahre im Dschungel im malaysischen Borneo, wo er sich mit der Sprache und Kultur der nomadisch lebenden Penan auseinandersetzte. In den folgenden Jahren engagierte er sich für den Importstopp von Tropenholz aus Malaysia und erregte mit Aktionen wie einem Hungerstreik und einem Fallschirmsprung breite öffentliche Aufmerksamkeit. «Staatsfeind», der Titel der Ausstellung, deutet auf Mansers Wirkung zu seinen Lebzeiten hin: Auf den Aktivisten, der sich mutig und voller Elan für eine Sache einsetzte, für die vielerorts noch wenig bis kein Bewusstsein vorhanden war. Denn heute gilt Manser kaum mehr als Staatsfeind, sondern eher als Inspirationsquelle und Visionär in Sachen Naturschutz und Umweltbewussten.

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