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Warum die Ehe auch heute noch eine gute Sache ist

Nun mögen Schleier und Torte in ihrem irrationalen Pathos peinlich wirken. Doch wenn man den ganzen Zuckerguss beiseitelässt, stösst man auf Elementares.

Ein amerikanischer GI und seine Braut heiraten nach dem Zweiten Weltkrieg in Zürich. Foto: Photopress-Archiv (Keystone)
Ein amerikanischer GI und seine Braut heiraten nach dem Zweiten Weltkrieg in Zürich. Foto: Photopress-Archiv (Keystone)

Die Ehe hat zurzeit einen schweren Stand. Wer sich wohlwollend über sie äussert, gerät unter Generalverdacht. Man ist eine peinliche Traditionalistin, Verhinderin des gesellschaftlichen Wandels, gar SVP-Sympathisantin. Seit die radikalen Vorschläge zu einem neuen Familienrecht auf dem Tisch von Justizministerin Simonetta Sommaruga liegen, stehen bekennende Ehefrauen, wie ich es bin, unter Rechtfertigungsdruck. Man scheint sich weitgehend einig zu sein, dass die Ehe ein Auslaufmodell ist und zu einer symbolischen Verbindung abgewertet werden soll, die keine weiteren Rechte begründet als andere Formen des Zusammenlebens. Der Aufschrei jedenfalls blieb aus, zu reden gab einzig der Vorschlag, Polygamie zu legalisieren.

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