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Speckbarbie und Arschfax

Ginge es nach den Internetnutzern, wäre «Speckbarbie» das deutsche Jugendunwort des Jahres. Doch das letzte Wort hat eine Fachjury.

8,2 Prozent der Voter haben «Speckbarbie» – aufgetakelte Dicke in enger Kleidung – die Stimme gegeben, 8,1 Prozent wählten «Arschfax» – Etikett, das hinten aus der Hose hängt. Unter den 15 Finalisten, die nun der Jury zur Wahl vorgelegt werden sind auch «Atze» für Kumpel, «Loli» für unreifes Mädchen, «eskalieren» für exzessiv feiern und «Hochleistungs-Chiller» für extrem faule Person.

Ebenfalls im Rennen sind unter anderem «Änderungsfleischerei» für Schönheitschirurgie, «Klappkaribik» für Sonnenbank und «Niveaulimbo» für ständig sinkendes Niveau. Nicht ins Finale geschafft haben es dagegen «Abwrackprämie» für Rente und «Schnitzelhusten» für Schweinegrippe.

Die meistgewählten Begriffe werden nun von der Jury nach den Kriterien sprachliche Kreativität, Originalität, Aktualität und Verbreitungsgrad bewertet. Ins Leben gerufen wurde die Initiative 2008 vom Langenscheidt Verlag. Damals wurde «Gammelfleischparty» für ein Fest für über 30-Jährige Jugendwort des Jahres. 2009 gewann «hartzen» für arbeitslos sein und rumhängen.

Schweizer Jugendwort

Ein Schweizer Jugendwort wurde 2009 erstmals von einer vom Radiojournalisten Hannes Hug präsidierten Jury gekürt. Es lautete «Sbeschtewosjehetsgits» (S'Beschte wo's je het's git's).

Der Ausspruch stammte vom Basler Maturanden Heshurim Aliu, der ihn - als Gag, nicht aus sprachlichem Unvermögen - in einer Reportage von «Telebasel» benutzte. Der Ausdruck gilt mittlerweile bereits als veraltet.

Das deutsche wie das Schweizer Jugendwort des Jahres werden Anfang Dezember bekannt gegeben.

SDA/rb

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