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Obamas Kriegsspiele

Die Aufnahme aus dem Situation Room des Weissen Hauses ist Dramatik pur – und lässt sich prima zweckentfremden.

Das Foto ging um die ganze Welt. Es wirft Fragen auf. Seriöse und unseriöse. Tagelang hat man sich über Hillary Clintons Gesichtsausdruck gebeugt: Hält sie sich aus Entsetzen die Hand vor den Mund? Oder niest sie bloss?

Die New Yorker Zeitung «Der Tzitung» wiederum, die sich an ultra-orthodoxe Juden richtet, hat Hillary Clinton und eine andere Frau, die im Weissen Haus den Einsatz der Navy Seals verfolgte, per Photoshop retouchiert. Dann wurde das Foto zum Klick-Hit. Allein auf der Foto-Site Flickr wurde es innert Tagen über zwei Millionen Mal angeklickt.

Und inzwischen hat das Bild auch einen wahren Boom an Photoshopkreationen ausgelöst. Kein Wunder, die Aufnahme ist, weil jetzt schon ikonografisch, die ideale Vorlage für sogenannte «Memes»: Elementare Einheiten kultureller Information, die sich selbst replizieren. Zum Beispiel eine Szene aus Bruno Ganz' Hitler-Darstellung, sie sich auf Youtube zu einem eigenen parodistischen Genre entwickelt hat.

Nun ist die Reihe an Obama und seinen Getreuen - wie in der Bildstrecke zu sehen ist.

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