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Hummus mit Scrappy Coco

In unserer neuen Serie beichten Redaktion Tamedia-Journalisten Kultursünden. Heute: Der Film «You Don't Mess with the Zohan».

Manchmal wird man nach seinen Lieblingsfilmen gefragt. Ich sage dann wahrheitsgetreu «Vertigo» oder «The Shining». Ist der Fragesteller besonders cinephil, lautet die Antwort auch mal «Das siebente Siegel» oder «A Separation». Was ich nicht sage: «You Don’t Mess with the Zohan». Dazu fehlt mir der Mut. Auf mickrige 37 Prozent Zustimmung kommt der Film bei der Kritiker-Site Rotten Tomatoes.com. Doch «Zohan», den ich ungefähr 10-mal gesehen habe, bringt mich zum Lachen. Das heisst etwas – es kommt selten vor, dass ich während eines Films laut lachen muss. Vielleicht alle zwei Jahre. Das mag an mir liegen – oder an der Schwierigkeit, eine wirklich lustige Komödie zu drehen.

Besagter Zohan, gespielt von Adam Sandler, ist der beste Mann des Mossad. Seine Widersacher bodigt er mit Karateeinlagen, die der Schwerkraft spotten. Deshalb wird er THE Zohan genannt. Doch Zohan ist des Mordens überdrüssig geworden. Er täuscht seinen eigenen Tod vor und setzt sich nach New York ab, wo er sich unter dem Künstlernamen Scrappy Coco eine neue Existenz als Coiffeur aufbaut. Weil Zohan sexuell so unersättlich wie grosszügig ist, beglückt er seine Kundinnen, egal ob 30 oder 70 Jahre alt, nicht nur mit ausgefallenen Haarkreationen. Seine wachsende Popularität hat aber einen Haken: Zohan wird von palästinensischen Terroristen erkannt. Darunter seine Nemesis, der Bösewicht Phantom (John Turturro), seinerseits mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet. Manchmal klebt er wie Spiderman an der Decke.

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