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Gymnastikraum! Kegelbahn! Würstchenbude!

In unserer Serie «Lässige Sünden» beichten Redaktion Tamedia-Journalisten Kultursünden. Heute: Die Pseudo-Western mit Bud Spencer und Terence Hill.

Was soll man denn halten von Männern, die alles hergeben würden für einen roten Strandbuggy mit gelbem Dach? Die sich von Würstchen ernähren, genauer: von sehr vielen Würstchen, und keiner Prügelei aus dem Weg gehen? Im wahren Leben wohl nicht viel. Aber im Film, wenn die beiden Bud Spencer und Terence Hill heissen, dann ist das ganz was anderes.

Aber was denn nur? Was findet man an diesen beiden Typen, die eigentlich Carlo Pedersoli und Mario Girotti heissen und als Pseudoamerikaner in Pseudowestern berühmt geworden sind? Vielleicht, zunächst einmal, etwas Ähnliches wie bei Stan Laurel und Oliver Hardy: einen Dünnen und einen Dicken, die vor der Kamera zueinanderpassen wie ihre Fäuste auf die Augen ihrer Feinde. Auch Asterix und Obelix kommen einem in den Sinn, die prügeln sich ebenfalls gern, ohne dass je Blut fliessen würde. Wobei die Choreografien der Spencer-Hill-Filme raffinierter sind, das Mobiliar wird da jeweils sehr fantasievoll benützt und zertrümmert, ich sag nur: Gymnastikraum! Kegelbahn! Würstchenbude!

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