Zum Hauptinhalt springen

Endzeit-Bilder vom bösen Mann

Muammar al-Ghadhafis zwei Fernsehauftritte: Auch in der totalen Defensive hat Libyens Diktator Willen zur Bizarrerie gezeigt.

War er es überhaupt? Manche zweifelten gestern. Die Gestalt in Libyens Staatsfernsehen, die sich früh am Tag aus einem Auto heraus und unter einem Regenschirm an die Libyer wandte – das sei nicht Muammar al-Ghadhafi, argwöhnten sie. Das sei ein Doppelgänger, wie ihn sich arabische Diktatoren halten.

Der zweite Auftritt dann am Nachmittag: Der Revolutionsführer sprach diesmal aus einem hässlichen Gebäude auf einen Platz ohne Volk hinaus. Bei dem Endlosredner in der Wildlederjoppe mit Burnus-Überwurf, der Kampfparolen deklamierte und dann in einer Kreuzung von Smart und Papamobil wegchauffiert wurde, hätte es sich auch um einen englischen Starkomiker handeln können.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.