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Die überraschende Mission einer Spätberufenen

Ihre Eltern mussten als Juden vor den Nazis flüchten. Achtzig Jahre später arbeitet die Zürcher Historikerin Hanna Zweig an der Rehabilitierung des als Antisemit verrufenen Heinrich Rothmund.

Entdeckungsfreude als Antrieb: Hanna Zweig, im Hintergrund das Landesmuseum in Zürich.
Entdeckungsfreude als Antrieb: Hanna Zweig, im Hintergrund das Landesmuseum in Zürich.
Sabina Bobst
Medizinische Inspektion: Waisenkinder in Genf. (9. Dezember 1945)
Medizinische Inspektion: Waisenkinder in Genf. (9. Dezember 1945)
Keystone
Anbauschlacht: Pflügender Bauer 1941.
Anbauschlacht: Pflügender Bauer 1941.
Keystone
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Es ist nicht so, dass Hanna Zweig allein aus aufklärerischer Pflicht tagelang in Archiven «wühlt», wie es die 82-Jährige nennt. Nein, da ist auch viel Freude dabei – Entdeckungsfreude, Spass am offenen Disput mit Fakten und Argumenten. Dabei wurde Zweig erst kurz vor der Pensionierung Historikerin. «Als Ärztin kannst du auch als jüdische Frau unabhängig leben», hatte ihr nach der Matura der Vater geraten, der 1931 mit seiner Familie aus Frankfurt in die Schweiz geflüchtet war, nachdem er sich mit einem Nazi geprügelt und die Wut der Braunhemden auf sich gezogen hatte.

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