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Das erste Farbfoto

Vor 150 Jahren präsentierte der schottische Physiker James Clerk Maxwell neue Erkenntnisse über das Verhältnis von Farbe und Licht – mithilfe eines farbigen Bildes, das Geschichte schreiben würde.

Die Gebrüder Louis und Auguste Lumière entwickelten 1904 ein frühes Verfahren der Farbfotografie, das Autochrom.
Die Gebrüder Louis und Auguste Lumière entwickelten 1904 ein frühes Verfahren der Farbfotografie, das Autochrom.
Keystone
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Das erste Farbfoto der Welt zeigte auf schwarzem Hintergrund ein Tartan-Band, ein Ordensband mit einem schottischen Karomuster mit blauen, grünlichen und violetten Kästchen, die von hellen Linien unterbrochen waren. Drei Projektoren warfen das farbige Bild auf die Leinwand. Dafür hatte der Fotograf Thomas Sutton drei Diapositive mit dem selben Bildausschnitt in den drei Primärfarben rot, grün und blau erstellt.

Durchbruch in den 1930er Jahren

Mit dieser Projektion zeigte Clerk Maxwell am 17. Mai 1861 an der Royal Institution in London auf, dass rotes, grünes und blaues Licht ausreicht, um alle Farben des Regenbogens darzustellen. Dem Wissenschaftler ging es um den Beweis für die additive Farbmischung des Lichts. Nebenbei projizierte er das erste Farbfoto der Welt – notabene zu einer Zeit, als die Schwarzweiss-Fotografie selbst noch in den Kinderschuhen steckte.

Die Gebrüder Louis und Auguste Lumière entwickelten 1904 ein frühes Verfahren der Farbfotografie, das Autochrom. In den 1930er-Jahren entwickelten Kodak und Agfa die ersten Farbfilme. Vorerst wurde die Farbfotografie in der Werbe-, Industrie- und Modefotografie genutzt, ab 1945 auch im Fotojournalismus. Seit den 1970er-Jahren etablierte sie sich auch in der künstlerischen Fotografie. Übrigens: Auch die Bilder der modernen Digitalkameras, Fernseher und Computerbildschirmen wären ohne die additive Farbmischung nicht möglich.

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